Was tun gegen Milben?

Informationen für Allergiker und Ratsuchende zur Bekämpfung von Milben, einfach und verständlich erklärt

Eine der häufigsten Fragen die wir gestellt bekommen ist die,

nach dem:

"Was tun gegen Milben, bzw. Hausstaubmilben?"

Die Antwort darauf ist nicht immer ganz leicht, da es mehrere Faktoren zu berücksichtigen gibt.

Grundsätzlich sollten Sie als Allergiker oder Allergikerin bei einer Hausstaubmilbenallergie die Auslösern der Allergie natürlich nach Möglichkeit meiden.

 

Ja zugegeben, dass ist leichter gesagt als getan.

Denn dass ist oft nicht möglich, da sich die meisten Hausstaubmilben eben dort aufhalten, wo wir uns am wohlsten fühlen, in unseren Wohn- und Schlafzimmern. 

Für Asthmatiker ist das besonders problematisch: Die mikroskopisch kleinen Partikel des Staubes schweben zum einen in der Raumluft umher und befinden sich darüber hinaus auch besonders intensiv in den Schlafstätten, die ein ideales Klima für die Milben liefern.

Im Folgenden geben wir Ihnen die Besten Tipps um Milben zu bekämpfen 

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Dr. Rüdiger Wahl

Allergie Experte und Autor

Allergie Experte, Forscher und ehem. Mitglied des CIA (Cillegium internationale Allergologicum)

Mit über 40 Jahren Erfahrung auf dem Gebiet der Allergie Forschung

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C. Ellmers

CEO avantal.de und Autor

Gründer Ellmers & Partner GmbH

Gesellschafter und Unternehmer 

 

Encasings (Allergiker Bettwäsche, allergendichte Bettbezüge)

Im Schlafbereich ist die Milbenpopulation oft besonders hoch, daher sind hier Encasings absolut zu empfehlen.

Durch Encasings gelangt weniger allergenes Material in der Atemluft, durch eine geringere Belastung gehen auch die Symptome zurück.

 

Um die Verbreitung des allergenen Materials in der Atemluft zu reduzieren, gibt es diese spezielle Überzüge,

für Bettdecken, Kopfkissen und die Matratze.

So funktionieren Encasings:

Die Encasings sind aus einem speziellen Material hergestellt (zumeist Evolon),

dieses Material bewirkt, dass die Hausstaubmilben, die im Durchschnitt nur ca. 0,3 mm groß sind,

sowie besonders deren Exkremente, die das eigentliche Allergen sind, nicht hindurch dringen können. 

Damit wird verhindert, dass die Allergene eingeatmet werden.

Durch den Einsatz von Encasings können Sie die Symptome der Hausstauballergie deutlich abmildern.

 

Die Wirksamkeit von Encasings ist belegt

Es konnte eindeutig nachgewiesen werden, dass die Hausstaubmilben und das allergene Material, obwohl sie so klein sind, vom Kontakt mit dem Menschen abgehalten wurden.

 

So ist jedem Hausstaubmilbenallergiker wärmstens zu empfehlen, entsprechende Encasings bei sich im Schlafbereich einzusetzen, sowohl für die Matratze, Kopfkissen und Bettdecke.

 

Sie sind sehr einfach in der Handhabung und haben eine lange Lebensdauer.

 

Die Behauptung, dass sich bei Oberbetten auf Basis von Kunststoff weniger Milben aufhalten als z.B. in Daunenbetten ließ sich hingegen bislang, wissenschaftlich nicht bestätigen.

 

Encasings bestellen

 

Milbenspray einsetzen

Milbensprays (Akarizide) wirken gegen Hausstaubmilben

Wesentlich für den Therapieerfolg und Linderung der Symptome ist Entfernung der krankmachenden Allergene.

 

Dabei helfen Akarizide sog. Milbensprays nachweislich am besten.

Milbensprays gehören zu den Akariziden und sind speziell für den Einsatz gegen Milben entwickelt worden.

Bei Akarizide werden Derivate eingesetzt, zum Einsatz sollten Produkte auf wässriger Basis vorgezogen werden.

Alle kommerziell erhältlichen akarizide Mittel wurden im Hinblick der Toxizität und Umweltverträglichkeit als unbedenklich angesehen.

Die Handhabung von Milbensprays ist sehr einfach.

 

Das Produkt wird z.B. auf den Teppich aufgetragen und kommt so in Kontakt mit den Hausstaubmilben. Nach einer Einwirkzeit von ca. 2 Stunden sind die Milben abgetötet und können in Form von kleinen Partikeln abgesaugt werden.

Auch nehmen die Milben diese zurückbleibenden Partikel auf.

Somit fressen sie auch die für sie giftigen Partikel, und sterben dann daran.

Es kann festgehalten werden, dass durch den Einsatz der Akarizide sowohl die Hausstaubmilben ausgerottet werden als auch deren Allergene gebunden werden, so dass von einem zweifach positiven Effekt gesprochen werden kann.

 

Gegen Milben helfen auch spezielle Waschzusätze 

 

Durch Wasser allein können Hausstaubmilben nicht abgetötet werden.

Sie überlebten 70°C reines heißes Wasser über 2 Stunden.

Bei höherer Temperatur reduzierte sich das Überleben auf 30 min.

Sie können nachvollziehbarer weise nicht Ihre gesamte Wäsche bei 90°C waschen.

Darum kommen Waschzusätze ins Spiel.

 

Werden dem Wasser Tenside beigegeben besitzt die wässrige Lösung allerdings einen letalen (tödlichen) Effekt auf Hausstaubmilben.

 

Mit der Zugabe von Tensiden reichte eine Temperatur von 60°C aus, um die Milben innerhalb von 15 Minuten abzutöten.

 

Im Test haben wir ein Mittel gefunden, welches Wirkung bereits Kaltwäsche entfalten kann 

 

Ein Waschzusatz gegen Milben ist demnach durchaus empfehlenswert und sichere Methode die Milbenpopulation zu verringern.

 

Dies sollten Sie bei Akariziden - Milbensprays und Waschzusätzen beachten:

Sie sollten auf pflanzliche Wirkstoffe in Akariziden vertrauen.

Als sehr wirksam haben sich Produkte mit dem Wirkstoffextrakt Chrysanthemum cinerariaefolium, 

aber auch Teebaum-öl, Citronella sowie Öle von Eukalyptus, Immergrün und Pfefferminze gezeigt.

 

Sie stellen eine sehr gute und natürliche Alternative zu den Produkten, hergestellt auf Benzoebasis dar und weisen ebenfalls eine sehr sehr hohe akarizide Wirkung auf.

Eine wiederholte Anwendung von Milbensprays ist notwendig

Oft reicht bei allen Acariziden eine einmalige Behandlung nicht aus, da eine Wiederbesiedlung durch überlebende Nymphen und Eier möglich ist, so dass Folgebehandlungen notwendig sind.

Empfohlen werden Folgebehandlungen in viertel-, halb- oder einjährigen Abstand. 

Das ist mit abhängig von der Dicke der zu behandelnden „Stoffe“, Matratze, Teppich, Bettzeug, Fußboden etc.

 

Zwischenfazit: Milbensprays (Akarizide) helfen!

Festzuhalten ist, dass nach der Behandlung mit allen Acariziden von unterschiedlichen Stoffen“ eine drastische Abnahme der Milbenzahl nachweisbar war.

Auch als Zusatz bei der Wäsche können die Acarizide eingesetzt werden, um so die Milben in den Wäschestücken abzutöten. 

Zur Milbenbekämpfung sind nur Acarizide geeignet. Sie sind direkt gegen die Milben (Acari) gerichtet und töten diese ab. Als sehr sinnvolle Alternative zu den Produkten hergestellt auf Benzoesäurebasis sind auch Teebaumöl und Citronella. Sie weisen die gleiche acarizide Wirkung auf wie die chemischen Produkte.

Eine einmalige Behandlung mit Acariziden genügt nicht, sie ist abhängig von der Dicke der „Stoffe“ und muss viertel- halb oder jährlich wiederholt werden. Allen Acaraziden ist gemein, dass sie die Milben zu nahezu 100% abtöten.

 

Allergiker Staubsauger

Staubsauger für Allergiker sind grundsätzlich eine hervorragende Lösung, um einem Allergiker die Säuberung der Wohnung zu erleichtern und lästige Allergene wie Hausstaubmilben, Milbenkot, Schimmelpilzsporen oder Pollen effektiv zu entfernen. 

 

Mehr zu Allergiker Staubsaugern erfahren Sie hier

Hilft Sonne und Kälte gegen Milben?

Untersuchungen zeigten, dass eine intensive Sommersonnenbestrahlung (ca. 40°C) bis zu sechs Stunden ausreicht, um lebende Milben abzutöten.

Auf den Einfluss von Kälte auf das Milbenüberleben, wurde in einem anderen Kapitel aufmerksam gemacht und soll hier nicht noch einmal angesprochen werden, allerdings sei nochmal gesagt, dass extreme Kälte die Milben zwar tötet, das Allergene Potential dadurch allerdings nicht gemindert wird.

 
 

Kälte nicht hilft gegen Milben, aber nicht gegen Allergene!

Es wird empfohlen z.B. das Bettwäsche oder sonstige Textilien auf denen sich Hausstaubmilben befinden, für einige Zeit in die Tiefkühltruhe, -20°C, zu legen, um so die Hausstaubmilben abzutöten.

Das wurde von Dr. Wahl umfangreich überprüft. Er konnte so, ein 60 Jahre altes Gerücht widerlegen.

Es bringt gar nichts Textilien in die Tiefkühltruhe bei -20°C zu legen.

Was Jahrzehnte geglaubt wurde, ist nachweislich falsch!

Die Milben werden wohl abgetötet, aber die Hausstaubmilbenallergene bleiben voll in Takt und werden durch die Kälte nicht zerstört. Selbst nach einer Lagerung von einem Jahr bei -20°C konnten dort noch Hausstaubmilbenallergene nachgewiesen werden.

Es ist allerdings auch naheliegend, dass die Hausstaubmilbenallergene nicht durch Kälte zerstört werden, denn Allergiefirmen frieren die die entsprechenden Allergenextrakte, wie auch die der Hausstaubmilbe bei -20°C ein und stellen dann daraus die entsprechenden Präparate zur Diagnose und Therapie her.

Wenn die Allergene durch die Kälte zerstört werden würden, wäre das gar nicht möglich solche Produkte herzustellen und beim Menschen einzusetzen.

Die Textilien nur in den Kühlschrank, oder das Gefrierfach zu legen,

reicht bei der Bekämpfung von Milben bei weitem nicht aus.

Wenn Sie unter einer Hausstauballergie bzw. Milbenallergie leiden, kennen Sie die nerv tötenden Symptome. Bereits nach dem Aufwachen läuft die Nase, die Augen jucken und sie fühlen sich leicht gerädert. Das besonders in der kalten Jahreszeit.

Eben diese Kälte, die wir Menschen auch nicht besonders angenehm finden, behagt auch den Milben nicht. Bei Temperaturen von minus 12 bis minus 15 Grad über einen Zeitraum von 36-48 Stunden überleben auch sie nicht.

Aus Laborversuchen ist hervorgegangen, dass diese Temperaturen durchaus notwendig sind, eine Übernachtung im Kühlschrank überlebt über die Hälfte der kleinen Spinnentiere im Versuch mit Leichtigkeit. Mehr noch, über 20% der Weibchen im Versuch (die in Ihrem gesamten Leben bis zu 300 Eier legen) können dies auch nach Ihrem Kühlschrankaufenthalt weiterhin

Legen Sie die Textilien also bei mindestens minus 12 Grad in das Gefrierfach und belassen Sie diese dort für etwa 4-6 Tage. Danach ist sind die wenigsten Milben noch in der Lage Eier zu legen und sich zu vermehren. Nach etwa zwei Wochen im Gefrierfach können Sie mit großer Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass keine Milbe überlebt hat.

Bedenken Sie aber, dass die Milben und Ihre Hinterlassenschaften dann nicht, wie durch Zauberhand verschwunden sind. Nach dem Auftauen der Textilien, müssen Sie diese unbedingt absaugen oder draußen sehr gründlich ausschütteln/ausklopfen. Verwenden Sie dabei gern eine Maske, denn die Partikel können noch immer allergische Reaktionen auslösen.  

Kann man Hausstaubmilben mit Kälte nun abtöten?

Einfache Antwort: Ja, im Prinzip ist das möglich!

Aber, die Textilien dazu nur in den Kühlschrank, oder das Gefrierfach zu legen,

reicht bei der Bekämpfung von Milben bei weitem nicht aus.

Wenn Sie unter einer Hausstauballergie bzw. Milbenallergie leiden, kennen Sie die nerv tötenden Symptome. Bereits nach dem Aufwachen läuft die Nase, die Augen jucken und sie fühlen sich leicht gerädert. Das besonders in der kalten Jahreszeit.

Eben diese Kälte, die wir Menschen auch nicht besonders angenehm finden, behagt auch den Milben nicht. Bei Temperaturen von minus 12 bis minus 15 Grad über einen Zeitraum von 36-48 Stunden überleben auch sie nicht.

Aus Laborversuchen ist hervorgegangen, dass diese Temperaturen durchaus notwendig sind, eine Übernachtung im Kühlschrank überlebt über die Hälfte der kleinen Spinnentiere im Versuch mit Leichtigkeit. Mehr noch, über 20% der Weibchen im Versuch (die in Ihrem gesamten Leben bis zu 300 Eier legen) können dies auch nach Ihrem Kühlschrankaufenthalt weiterhin

Legen Sie die Textilien also bei mindestens minus 12 Grad in das Gefrierfach und belassen Sie diese dort für etwa 4-6 Tage. Danach ist sind die wenigsten Milben noch in der Lage Eier zu legen und sich zu vermehren. Nach etwa zwei Wochen im Gefrierfach können Sie mit großer Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass keine Milbe überlebt hat.

Bedenken Sie aber, dass die Milben und Ihre Hinterlassenschaften dann nicht, w