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Schimmelpilze lösen Allergien aus!

Neben den Pollen, Hausstaubmilben wie Dermatophagoides pteronyssinus, Tierhaaren, Insektengifte, Nahrungsmittel spielen die Schimmelpilze eine wichtige Rolle als Allergieauslöser bei entsprechend disponierten Personen.


Es gibt eine Vielzahl an Schimmelpilzen wie z.B.

Alternaria tenuis (alternata) wie hier abgebildet:


oder Cladosporium herbarum, Penicillium notatum, Fusarium moniliforme, Aspergillus fumigatus etc. Die wichtigsten Schimmelpilze stellen wohl Alternaria, Cladosporium ,Penicillium, Fusarium und Aspergillus dar.



Vertiefend sind die entsprechenden „Schimmelpilzfachbücher“ zu empfehlen.

So geht ungefähr die Flugzeit von Sporen, bei den Schimmelpilzen unterscheidet man zwischen Sporen und Mycel, von Alternaria mit der der Gräserpollen einher.

Das sollte bei der Diagnose, sowohl In-vivo als auch In-vitro, mitberücksichtigt werden.

So kann sich hinter einer vermeintlichen Gräserpollenallergie eine Allergie auf Alternaria verbergen.


Somit sollte z.B. bei der Durchführung des Haut-Prick-Tests und /oder der spezifischen IgE Messung nicht nur auf Gräserpollen getestet werden, sondern auch auf den Schimmelpilz Alternaria tenuis (alternata). So etwas bezeichnet man als Ausschlussdiagnose, die der Allergologe/in bei sich in der Praxis durchführen kann, um genau zu differenzieren Gräserpollen oder Alternaria als Allergieauslöser.


Alternaria kommt auch in vielen Fällen in feuchten Badezimmern vor (schwarz an der Wand, zwischen den Kacheln). Deshalb sollte auch zur Ausschlussdiagnose ein Hausstaubmilbenallergiker/in auf den Schimmelpilz mit hin getestet werden, um zu ermitteln, ob sich hinter einer vermeintlichen Hausstaubmilbenallergie wie auf Dermatophagoides pteronyssinus nicht eine Schimmelpilzallergie verbirgt.


Die Hauptnahrungsquelle der Hausstaubmilben die Hautschuppen können diese erst dann zu sich nehmen, wenn sie durch die Schimmelpilze dazu vorbereitet wurden. Also an Schimmelpilze zu denken ist da nicht abwegig.

Schimmelpilze kommen an sehr sehr vielen „Orten“ vor.

So z.B. auch in der Landwirtschaft.

Die allergische Reaktion des Landwirts kann somit auf den Strohstaub als auch auf eine allergische Reaktion auf die Schimmelpilze sein, die mit im Stroh, wie auch die Milben, enthalten sind.

Somit würde man eine Testung mit Schimmelpilzen und Hausstaub- und Vorratsmilben bei dem Patienten durchführen.

Stroh an sich stellt aber selbst kein Allergen dar.

Das Allergen sind die Verunreinigungen des Strohs mit z.B. Schimmelpilzen und Milben und Tierepithelien.

Bei allergischen Reaktionen auf Obstsäfte sollte man auch mit an die Schimmelpize denken und nicht nur an die Frucht. Denn zur Herstellung einiger Obstsäfte werden Schimmelpilze mit eingesetzt.



Schimmelpilze rufen die gleichen allergischen Symptome hervor wie die Milben, Pollen, Tierhaare etc.

Eine Ermittlung der Allergenquelle kann nur der Allergologe/in mittels unterschiedlicher Untersuchungsmethoden machen.


Aber wie zur Behandlung einer Pollenallergie werden auch sehr gute Produkte zur Behandlung einer Schimmelpilzallergie, wie z.B. Alternaria alternata, angeboten. Ich denke da besonders an die spezifische Immuntherapie (SIT), auf die in einem anderen Kapitel noch eingegangen wird.

Ich würde sogar sagen, da Schimmelpilze überall vorkommen, so auch in Tierhaaren, dass bei sehr vielen allergischen Erkrankung der Ausschluss auf eine Schimmelpilzallergie durchgeführt werden sollte, d.h. Schimmelpilze sollten wenigstens in der Hauttestung und der spezifischen IgE Messung oft mitgetestet werden und mit zum Routinetestspektrum gehören.

Zur Ermittlung, ob sie bei dem Patienten nicht nur für eine Sensibilisierung sondern auch für die Allergie verantwortlich sind, dazu muss dann bei ihm der entsprechende Provokationstest durchgeführt werden. Nur ein solcher Provokationstest kann eine Allergie sicher belegen.