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Klimawandel (neue Allergene) und die Auswirkungen auf Allergien

Die Auswirkungen des Klimawandels werden in allen Medien schon lange diskutiert

aber kaum wird darauf hingewiesen was der Klimawandel für Allergiker bedeutet.


In diesem Artikel beschäftigen wir uns kurz mit dem Klimawandel und dessen Auswirkungen auf Allergiker*innen und beleuchten die derzeit bekannten Veränderungen des Pollenflugs und der neuen Allergene, auf die sich Betroffene als auch die Forschung einstellen sollten.


Zum Hintergrund des Klimawandel:

Der Begriff Klimawandel bezeichnet eine Veränderung des Klimas auf der Erde über

einen längeren Zeitraum. Seit Bestehen der Erde verändert sich das Klima ständig.

Eine Klimaveränderung kann beispielweise eine tendenzielle Abkühlung oder

Erwärmung der Oberflächentemperatur über Jahrtausende bezeichnen. Auch die

gegenwärtige stattfindende globale Erderwärmung ist eine Klimaveränderung; diese

wird von einem überwiegenden Teil der Forscher auf menschliche Einflüsse, insbesondere auf den Ausstoß von Treibhausgasen zurückgeführt.

So war 2008 für Deutschland beispielsweise das acht wärmste Jahr seit 1880.

Durch das rasante Wachstum in den Schwellenländern ist der Ausstoß von CO2 von 2000 bis 2007 viel stärker angestiegen als in wissenschaftlichen Hochrechnungen prognostiziert – ein Grund ist der rasch wachsende Energieverbrauch in Schwellenländer.

Mögliche Folgen sind u.a. die beschleunigte Permafrost-Schmelze und Feuerbrünste in den Tropen. Aber auch hier vor unserer Haustür so ist auch für Deutschland von 1900 bis 2006 ein Anstieg der mittleren Tagesmitteltemperaturen fest zu stellen.


Der Klimawandel kann zudem sekundäre Auswirkungen auf die Umwelt haben.

Auswirkung auf Pflanzen, d.h. Verlängerung der Vegetationsperiode,

Verschiebung von Vegetationszonen und Arealen (nach Nord/in Höhe),

lokales Aussterben von Arten, Zunahmen von Neophyten wie z.B. Ragweed

(Ambrosia, Traubenkraut), Veränderung der Pflanzeneigenschaften (durch CO2

Gehalt) und Zunahmen von Schädlingen kann beobachtet werden.


Warum hat der Klimawandel nun Einfluss auf Allergiker?

Ragweed (Unkraut am Wegesrand) ist in einigen Bundesländern, wie Brandenburg, zu einer richtigen Plage geworden. Es stellt ein starkes Allergen dar, das sich immer rasanter in Deutschland ausbreitet. Als das wichtigste Pollenallergen war es eigentlich in den USA als solches bekannt. Nun haben wir es auch hier in Deutschland und die entsprechenden Allergiker.


Es gibt short, false und giant Ragweed, Wahl et al- konnte zeigen, dass dort eine

100%ige Kreuzreaktion vorliegt. Für Beifuss und Ragweed konnte er es nicht so

eindeutig zeigen. Er vermutet, dass da keine Kreuzreaktion sondern eine

Kosensibilisierung vorliegt, Ragweed/Beifuss. Die Pollen des Ragweeds fliegen von August bis November. Oft leiden Beifusspollenallergiker auch an einer Ragweedpollenallergie

die vergleichbare Pollenflugzeiten haben.


Pollenflug und Allergien

Auch ist durch den Klimawandel eine Auswirkung auf den Pollenflug beobachtet

worden. Er wird eher eintreten, länger und stärker sein, was zu einer zusätzlichen

Belastung von Allergikern führt.

Auch können Belastungen auf Pollen auftreten, die bisher in dem entsprechenden

Raum unbekannt waren. Dazu sind z.B. in Deutschland die Pollen des Traubenkrauts

(Ambrosia) zu nennen, wie schon erwähnt.


Fazit

Allergiker sind auch direkt vom Klimawandel betroffen, indem u.a.

Sensibilisierungen auf Pflanzen/Pollen auftreten, die in der entsprechenden Region

noch vor einigen Jahren unbekannt waren.

Welche nächste Pflanze könnte es sein, die auch bei uns durch den Klimawandel

heimisch werden könnte? Dr. Wahl vermutet Glaskraut (Parietaria judaica/officinalis).

Parietaria trat bisher nur in mediterranen Ländern auf und stellt dort ein sehr starkes

und agressives Allergen dar.

Aus Bayern gibt es dazu schon die ersten Informationen.

Bei der Diskussion des Klimawandels sollten aus Sicht der Allergiker die neuen

Allergene nicht außeracht gelassen werden.

Allergiefirmen, die Produkte zur spezifischen Immuntherapie anbieten, sollten sich

auf diese neuen Allergien, rechtzeitig einstellen und entsprechende Produkte in die

klinischen Studien mit einbringen, so Dr. Wahl.


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