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Die Historie der Allergie

Viele Menschen weltweit leiden an unterschiedlichen Allergien.

Aber wie baut sich das Thema, rund um die Allergie eigentlich historisch auf?



Wann trat die erste dokumentierte Allergie auf?


Wann und von wem wurde der wissenschaftliche Grundstock zur Allergie gelegt, und woher kommt der Begriff Allergie eigentlich?


Fragen über Fragen, denen wir uns in diesem ersten Abschnitt widmen möchten.



Allergie leitet sich aus dem Griechischen ab und zwar von allos ergon. Darunter versteht man die Bereitschaft zu andersartigen vom Normalen abweichenden Reaktionen.

Vom ägyptischen König Menes war bekannt, dass er an einer Insektengiftallergie verstarb und zwar an einem anaphylaktischen Schock (Kreislaufzusammenbruch).

Hätte er damals einen Autoinjektor dabeigehabt, dann hätte er wohl eine gute Überlebenschance gehabt. Doch die Zeit war noch lange, lange nicht reif dafür.

1570 wurde bereits von einer Katzenallergie berichtet, d.h. Personen bekamen allergische Symptome, wie Bläschen auf der Haut und Atemnot als sie einen Raum betraten in dem sich Katzen aufhielten.

Richard der III von England war Erdbeerallergiker. Er bekam nach dem Genuss von Erdbeeren die typischen Symptome einer Nahrungsmittelallergie, wie Magendruck Durchfall und asthmatische Beschwerden.

Er dachte man wollte ihn vergiften, doch es war „nur“ eine allergische Reaktion auf die Erdbeeren.

Eine erste exakte klinische Beschreibung des Heuschnupfens erfolgte im Jahr 1819.

Im 19 Jahrhundert wurden schon beim Menschen die ersten Haut- und Provokationstests durchgeführt.

Aber wann gab es denn die ersten wissenschaftlichen Belege für die Allergie und die Ermittlung, „wer“ denn immunologisch für die Allergie beim Menschen verantwortlich ist?

Das ist noch nicht so lange her. Es passierte zur Zeit der Beatles, im Jahr 1967. Zeitgleich wurde von Herrn Professor Gunnar Johansson vom Karolinska Institut in Stockholm, Schweden (ein wunderbarer Mensch) und dem Forscherehepaar Ishizaka in den USA das IgE (Immunglobulin E) im Serum/Blut des Menschen entdeckt. Damit bekam die Allergie ihr wissenschaftliches Fundament. Das IgE stellte nicht nur u.a. die Basis für die Entwicklung von einer Vielzahl serologischer Tests dar, sondern die Allergie wurde jetzt auch unter wissenschaftlichen Gesichtspunkten betrachtet und als Krankheit ernster genommen.

Auf einer Veranstaltung zum 20 jährigen Jubiläum zur Entdeckung des IgE in Bad Lippspringe, wurde Professor Johansson gefragt, warum das IgE erst so spät entdeckt wurde. Er sagte, es lag an der sehr geringen Konzentration des IgE im Blut/Serum des Menschen. Diese liegt nur im Nanogramm (ng) Bereich.

Vorher hatte man nicht die Möglichkeiten, so geringe Konzentrationen im Blut/Serum des Menschen mit verschiedenen Methoden zu erkennen und zu bestimmen.

Wie der Begriff der Allergie definiert ist:

Heute versteht man unter Allergie eine in zeitlicher, qualitativer (Beschaffenheit) und quantitativer (Menge/Masse) Hinsicht erworbene, spezifische Reaktionsveränderung des Organismus auf der Basis einer pathogenen (krankhaften) Immunreaktion.

Diese drückt sich in verschiedenen Krankheitsbildern aus, wie Rhinitis, Rhinokonjunktivitis, Asthma bronchiale etc.

Die Personen, die am meisten von der allergischen Erkrankung betroffen sind, sind die Atopiker (denn die Veranlagung zur Allergie wird vererbt).

Auch konnte man über den allergischen Marsch (Professor Wahn, Charité Berlin) die zeitliche Abfolge der Allergien während des Lebensalters des Menschen verfolgen.

Allerdings sind auch Allergien bei Tieren bekannt.

Zur Behandlung der Allergie werden heute eine Vielzahl von Produkten angeboten auf die wir zum Teil noch eingehen werden.

Das Spektrum reicht von Symptomatika, der spezifischen Immuntherapie, Einsatz von Encasings und Akariziden bei der Milbenallergie und noch vielen mehr.

In Deutschland leidet jeder Dritte Einwohner/in an einer allergischen Erkrankung. Die Allergie als eine „Geisel“ der Menschheit verstanden werden, die man aber dank der vielen exzellenten Produkte, die kommerziell von verschiedenen Firmen angeboten werden, überwiegend gut in den Griff bekommen kann.