Neurodermitis und Allergien

 

Im Allgemeinen spielt bei Kleinkindern mit Neurodermitis vor allem die Ernährung eine wichtige Rolle.

Studien zufolge leidet rund ein Drittel aller Kinder, die an Neurodermitis erkrankt sind, auch unter einer Lebensmittelallergie.

 

Auch bei jenen Kindern, die nicht erkrankt sind, kann sich der Zustand durch ungeeignete Lebensmittel verschlechtern.

Die häufigsten Allergene im Bereich der Lebensmittel sind Milcheiweiß und Kuhmilcheiweiß.

 

Besteht beim Kind der Verdacht auf eine Intoleranz, sollte dies schnellstmöglich überprüft werden.

Grundsätzlich empfiehlt es sich bei Kleinkindern mit Neurodermitis, zum baldmöglichsten Zeitpunkt einen Allergietest durchzuführen, um Lebensmittelunverträglichkeiten festzustellen.

Diese Nahrungsmittel sollten anschließend konsequent gemieden werden.

Eine Vermeidung dieser Lebensmittel verbessert nicht nur die Beschwerden und das Hautbild, sondern kann gerade bei Kleinkindern auch dazu führen, dass die Nahrungsmittel nach ein oder zwei Jahren konsequenter Vermeidung wieder vertragen werden.

Neurodermitis durch Nahrungsmittelallergie

Neurodermitis kann durch eine Lebensmittelallergie hervorgerufen werden wie z.B. eine Allergie auf Kuhmilch, Hühnerei, Nüsse, Gewürze und häufig auch Soja.

Tierhaare als Grund für Neurodermitis

 

Auch Tierhaare, bzw. die Allergene die sich in den Haaren z.B. der Katze oder des Hundes befinden, können Grund für eine Neurodermitis sein. Deshalb muss man so gut es geht allergene Karenz üben. Tiere sollten aus der Wohnung gebracht werden. Vor den Milben kann man sich durch Einsatz von Encazings und dem Einsatz von Acariziden ganz gut schützen oder durch Verwendung von Neurodermitis Overalls. So ist die Haut gut vor dem Kontakt mit den Allergenen wie Tierhaare und Hausstaubmilben geschützt.

Neurodermitis durch Hausstauballergie

Auch die Hausstaubmilben wie Dermatophagoides pteronyssinus kann eine Neurodermitis bei dem Menschen hervorrufen.

Das geschieht durch den Kontakt der Hausstaubmilben über den Hausstaub mit der Haut des Menschen

 

Studien zeigten auch, dass durch die spezifische Immuntherapie (SIT) von Hausstaubmilbenallergikern mit einem entsprechenden Allergen/Allergoidpräparat der Hausstaubmilbe die Neurodermitis zurückging.

 

Auch kann ein Symptomatikum zur Linderung z.B. des massiven Juckreizes an der Haut eingesetzt werden, wie kortisonhaltige Präparate.

Die Verwendung muss selbstverständlich mit dem Arzt/in abgesprochen werden.

 

Die Verbindung zwischen Neurodermitis und der Hausstauballergie 

Auch die äußere Haut des Menschen kann von einer Hausstaubmilbenallergie/Hausstauballergie hervorgerufen durch Milben, wie Dermatophagoides pteronyssinus betroffen sein.

Bei der Haut gibt es folgende Krankheitsbilder, wie die atopische Dermatitis ( Neurodermitis diffusa, exogenes Ekzem), Kontaktdermatitis und die Urtikaria.

Viele Neurodermitiker*innen haben eine Hausstauballergie 

7-10% der Hausstaubmilbenallergiker bzw. sensibilisierten Patienten leiden unter der atopischen Dermatitis, hervorgerufen durch den Kontakt mit dem Hausstaub und den darin enthaltenen Hausstaubmilben, wie Dermatophagoides pteronyssinus und andere.

Somit sollte beim Auftreten der atopischen Dermatitis im Wohnbereich an eine spezifische IgE Messung mit Dermatophagoides pteronyssinus gedacht werden, wie z.B. den Allergenscheiben EAST (Enzym Allergo Sorbent Test).

Ein Haut Prick Test sollte nicht durchgeführt werden, da die Haut durch die Erkrankung sehr verletzt ist und in Mitleidenschaft gezogen wurde. Mit dem Haut Prick Test würde man die Haut noch weiter schaden und die Aussagekraft des Hauttests wäre da auch sehr fraglich.

Der Einfluss von Hausstaubmilben auf das Hautbild bei einer Neurodermitis

Die Symptome der atopischen Dermatitis können von verschiedenen Faktoren beeinflusst werden.

So wirken sich Stress, falsche Kleidung, Impfungen, bestimmte Nahrungsmittel negativ auf die Erkrankung aus.

Aber wie dargestellt, kann auch der Kontakt mit den Hausstaubmilben Dermatophagoides pteronyssinus einen sehr negativen Einfluss auf das Krankheitsbild der atopischen Dermatitis haben. Aber auch Tierhaare, wie z.B. von der Katze, kuscheln mit der Katze im Bett, kann eine atopische Dermatitis auslösen.

Was hilft gegen Neurodermitis und Hausstaubmilben?

Zur „Heilung“ der Haut kann er verschiedene Hautschutz, Reinigungs- und Hautpflegemittel einsetzen oder gegen die Erkrankung die dafür abgestimmten Medikamente einnehmen (oft Cortisonhaltige Präparate), natürlich in Absprache mit dem behandelnden Arzt/in.

Aber oft hilft schon eine vernünftige Lebensweise und Ernährung und Nahrungsergänzungsmittel, die in Apotheken gekauft werden können.

Das sollte man ebenfalls vorab mit seinem Allergologen/in (Dermatologen/in) absprechen, damit es ganz genau auf die Krankheit abgestimmt ist.

Auch konnte gezeigt werden, dass die spezifische Immuntherapie mit z.B. mit einem Dermatopahogoides pteronyssinus Präparat, zu empfehlen ist, hier das entsprechende Allergoid, sehr gut gelindert werden konnte.

Aber einen sehr guten Schutz für Kinder bieten die Neurodermitis Anzüge und Neurodermitis Overalls bei der Hausstaubmilbenallergie.  So wird der mechanische Reiz auf der Haut und sogar der Kontakt mit den Hausstaubmilben fast auf 0 reduziert und der Patient empfindet dadurch eine große Linderung bezüglich seines Krankheitsbildes und kann sich wieder ganz normal im Wohnbereich bewegen.

Durch Einsatz eines Miben Nachweistests konnte Dr. Wahl ganz einfach nachweisen, dass sich auf der Haut Allergene von Dermatophagoides pteronyssinus mit befinden, ja sogar auch in den Haaren.

Die Allergene von Dermatophagoides pteronyssinus ließen sich auch noch nach der Waschung der Haare nachweisen, d.h. sie wurden durch das Haarshampoo nicht denaturiert.

Mit dem Nachweistest konnte er auch nachweisen, dass sich über den Encasings keine Hausstaubmilbenallergene von Dermatophagoides pteronyssinus mehr nachweisen ließen, aber deutlich dadrunter auf der Matratze.