Neurodermitis Ratgeber​

Informationen zur Neurodermitis, hilfreiche Informationen über Auslöser und Ursachen, Symptome, sowie Empfehlungen zu therapiebegleitenden Maßnahmen, Neurodermitis Schlafanzügen, Hautpflege und weiteren Produkten

 

Neurodermitis (atopische Dermatitis / atopisches Ekzem) - was ist das eigentlich?

Unter Neurodermitis (atopische Dermatitis/ atopisches Ekzem) versteht man eine chronische, immer wiederkehrenden Hautentzündung die mit starkem Juckreiz, sehr trockner Haut und empfindlicher Haut einhergeht.

Sie zeigt sich zudem in einer Rötung der Haut, Krusten- und Schuppenbildung.

Die Neurodermitis ist eine klassische Industriekrankheit, die vor allem in den westlichen Ländern sehr verbreitet auftritt.

Die atopische Dermatitis/ atopisches Ekzem ist eine über das IgE vermittelte Allergie und nicht ansteckend.

Die Neurodermitis ist eine der ersten chronischen Krankheiten die ein Mensch, bereits in der frühen Kindheit entwickelt.

Zumeist lässt diese im vVerlauf des Lebens, oft in der Pubertät nach und verschwindet ganz. Nicht selten aber begleitet die Neurodermitis einen Patienten das ganze Leben.

 

Die Neurodermitis beginnt zumeist im Säuglingsalter​

Bereits ganz früh in unserer Entwicklung, im Säuglingsalter wird bei vielen Kindern das Krankheitsbild einer atopischen Dermatitis diagnostiziert, häufig ab etwa dem 4. Monat nach der Geburt.

Oft geht während der Entwicklung des Kindes dieser sogenannte Milchschorf wieder zurück.

 

Wenn die Haut, speziell  bei Atopikern, allerdings so entzündlich ist, hat das Kind ein erhöhtes Infektionsrisiko, da der Schutz durch der Haut massiv beeinträchtigt ist.

Um die empfindliche Haut zu schützen muss sie zusätzlich zur Pflege, auch vor äußerlich Einflüssen und Reibung geschützt werden. 

 

Wodurch kann Neurodermitis noch ausgelöst werden?

Sind Sie Atopiker*in, so ist die Veranlagung zur Neurodermitis bereits erblich bedingt und kann ohne Vorwarnung im frühen Kindesalter auftreten.

Allerdings können auch eine lang anhaltende Hitze, eine lange und starke Sonneneinstrahlung , oder große Temperaturschwankungen auch über das Kindesalter hinaus, Auslöser für eine Neurodermitis sein.

Eine geringe Luftfeuchtigkeit, zum Beispiel bei kühlem Winterwetter oder die trockene Heizungsluft in den Heizperioden sowie lange Aufenthalten in der Wohnung  können der natürlichen Barriere der Haut schaden zufügen.

Es wird grundsätzlich vermutet, dass Umweltfaktoren bei der Entstehung der Krankheit eine große Rolle spielen. ​​​​​

 

Neurodermitis Overalls und Neurodermitis Anzüge helfen Kindern und Babys in der Therapie

Diese spezielle Neurodermitis Kleidung, ist für Kinder und Babies mit Neurodermitis als Haus- und Schlafanzug entwickelt worden und wird seit Jahren erfolgreich in Hautkliniken eingesetzt.

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Wer ist häufig von Neurodermitis betroffen?

Von Neurodermitis, oder auch medizinisch, als atopische Dermatitis bezeichnet, sind etwa 15 Prozent aller Kinder betroffen. Bei Erwachsenen liegt dieser Wert nur bei etwa 2-4 % Bevölkerung.

 

In Entwicklungsländern ist die Krankheit nahezu unbekannt.

Vor allem in den letzten fünfzig Jahren haben sowohl in Deutschland als auch in anderen Industrienationen die Fälle stetig zugenommen.

Durch die fortschreitende Verbreitung von Allergien, steigt auch die Zahl der an Neurodermitis erkrankten Menschen.

Etwa 30 bis 40 Prozent der Neurodermitis Patienten, haben bereits eine Allergie.

Am häufigsten sind Menschen betroffen, die unter anderen Hauterkrankungen, allergischem Asthma oder Heuschnupfen leiden.

Kleinkinder mit Neurodermitis sind die mit Abstand größte Gruppe der Betroffenen.

In Deutschland erkranken etwa zehn bis 15 Prozent der Kinder unter sechs Jahren an der entzündlichen Hautkrankheit.

 

Unter den Betroffenen erkranken etwa 60 Prozent schon als Neugeborene oder im Verlauf des ersten Lebensjahres. Weltweit sind Schätzungen zufolge 15 bis 30 Prozent aller Kinder in Industrienationen von Neurodermitis betroffen.

 

Sowohl in Deutschland als auch weltweit sinken die Zahlen der Betroffenen nach der Pubertät stark. In Deutschland leiden nur etwa 1,5 bis drei Prozent aller Erwachsenen weiter unter der Hautkrankheit; weltweit liegen die Zahlen zwischen zwei und zehn Prozent.

Wissenschaftler erwarten, dass die Zahl der Betroffenen im Allgemeinen weiter ansteigen wird, da noch keine ursächliche Behandlung oder Erklärung gefunden wurde.

 

Eltern, deren Kleinkinder Neurodermitis haben, können jedoch mit einigen Maßnahmen die Beschwerden ihres Kindes erleichtern.

Wie Sie Ihre Haut bei Neurodermitis pflegen sollten

 

Warum ist Neurodermitis bei Babys und Kindern häufiger und schwerer? 

Neurodermitis ist bei Kleinkindern häufig stärker ausgeprägt als bei Jugendlichen oder

gar Erwachsenen und erfordert daher einen fachgerechten Umgang, damit dem Kind

die Beschwerden erleichtert werden.

Im weiteren Verlauf des Lebens, vor allem ab der Pubertät, sind die Symptome

weniger ausgeprägt oder verschwinden sogar völlig. Viele Erkrankte sind nach der Pubertät beschwerdefrei.

Häufig haben Betroffene eine sehr trockene Haut, die einer regelmäßigen Pflege durch Creme bedarf. Neurodermitis bei Kleinkindern ist deshalb so ausgeprägt, weil die meisten Betroffenen bereits als Babys Symptome der Neurodermitis zeigen.

Wenn Kleinkinder Neurodermitis haben, ist diese zumeist von einem wellenförmigen Verlauf gekennzeichnet. Phasen mit starken Beschwerden wechseln sich dabei mit Phasen ohne Beschwerden oder mit nur geringen Symptomen ab. Wodurch die Neurodermitis ausgelöst wird, ist bis heute unklar.

Bekannt ist lediglich, dass die Haut ihrer Schutzfunktion schlechter nachkommt als bei nicht erkrankten Säuglingen.

Kleinkinder mit Neurodermitis reagieren daher empfindlicher auf Umweltreize, wobei diese Reize chemischer, mikrobieller oder physikalischer Natur sein können.

Die Reize führen zu einer Überreaktion und einer chronischen Entzündung der Haut. Neben Umwelteinflüssen können Schübe auch durch psychische Ursachen ausgelöst werden.

Besonders, wenn Neurodermitis bei Kleinkindern auftritt, ist es wichtig, den Geschwisterkindern zu vermitteln, dass die Krankheit nicht ansteckend ist.

Eine Vermeidungshaltung seitens der Geschwister oder anderer Menschen kann das Selbstwertgefühl des Kindes senken und sich langfristig auf die Psyche auswirken. Im Allgemeinen wird bei der Neurodermitis zwischen der intrinsischen und der extrinsischen Variante unterschieden.

 

Die intrinsische Variante ist deutlich harmloser, da hier nicht übermäßig viele IgE-Antikörper auftreten.

Babys und Kleinkinder leiden bei dieser Variante meist nicht unter anderen Allergien.

 

Bei der extrinsischen Variante, bei der auffällig viele IgE-Antikörper im Blut nachweisbar sind, leiden die Kinder dagegen häufig unter weiteren Allergien wie etwa Heuschnupfen und Asthma. Vor allem die oberen Atemwege sind oft betroffen.

 

Beide Formen der Neurodermitis treten bei Kleinkindern deutlich gehäuft auf, wenn auch die Eltern betroffen waren.

 

Leiden bei Eltern unter Neurodermitis, so liegt das Erkrankungsrisiko eines Kindes bei etwa 67 Prozent. In der Fachsprache wird die Neurodermitis unter anderem als atopisches Ekzem bezeichnet.

 

Bislang gibt es keine Möglichkeit, die Krankheit ursächlich zu heilen. Es gibt jedoch eine Vielzahl an Maßnahmen, mit denen gerade bei Kleinkindern die Beschwerden gelindert werden können.​​​

 

Woran erkenne ich Neurodermitis?

 

Die typischen Symptome einer Neurodermitis Neurodermitis sind eine trockene, rissige oder raue Haut, häufig mit Schuppenbildung.

Wenn sich die Haut in einem akuten Entzündungsstadium befindet, so ist diese meist geschwollen, sehr gerötet, und nässt.

In diesem Entzündungsstadium bildet die Haut sehr stark juckende Bläschen aus, die die Betroffenen die Haut aufgrund des Reizes sogar blutig kratzen lässt.

Die Ernährung bei Neurodermitis 

Häufig werden folgende Lebensmittel bei Neurodermitis nicht vertragen:

  • Weizen und überwiegend aus Weizen hergestellte Produkte

  • Kuhmilch und viele Kuhmilchprodukte.

  • Es ist möglich, dass Fleisch nicht gut vertragen wird, speziell Geflügel und Schweinefleisch

  • Fisch und Eier können zu ebenfalls kontraproduktiv wirken.

  • Im Bereich Rohkost: Möhren, Paprika, Sellerie, Tomaten und Soja.

  • Zitrusfrüchte sollten aufgrund der Säue eher gemieden werden.

  • Nüsse, dabei speziell Erdnüsse

Für Erwachsene wird zudem abgeraten von:

  • Alkohol, Kaffee und schwarzer Tee.

Unabhängig von einer Lebensmittelallergie sollten Kleinkinder mit Neurodermitis Produkte meiden, die viel Säure enthalten. Säure führt häufig zu einer Verschlechterung des Hautbildes und zu einer Verschlimmerung der Beschwerden. Vor allem Saft und stark säurehaltige Früchte wie Zitrusfrüchte sind schlecht für Kleinkinder, die unter Neurodermitis leiden. Zugleich sollten Eltern darauf achten, dass sich ihre Kinder trotz etwaiger Unverträglichkeiten ausgewogen ernähren. Häufig können Produkte, die Allergene enthalten, durch gleichwertige Produkte ersetzt werden; besteht etwa eine Allergie gegen Äpfel, können in der Ernährung Äpfel durch Trauben oder Birnen ersetzt werden.

Ein Baby, das unter Neurodermitis leidet, kann durch das Stillen bestimmte schwer verträgliche Stoffe zugeführt bekommen, die den Zustand verschlechtern. Leidet das Baby unter Neurodermitis, sollte die Mutter daher darauf achten, sich möglichst säurearm und allergenarm zu ernähren. Dies sorgt dafür, dass die Muttermilch verträglicher wird, und verbessert die Beschwerden des Kindes.

 

Neurodermitis bei Kindern und welche Rolle spielt die Kleidung?

Ein weiterer wichtiger Faktor, der den Zustand von Betroffenen beeinflusst, ist die Kleidung.

Viele an Neurodermitis erkrankte Kleinkinder vertragen keine Wolle; Wollkleidung sollte daher gemieden werden.

Positiv wirkt vor allem antibakterielle Kleidung.

Im Shop von avantal.de finden Interessierte hochwertige Textilien, die die Haut eines an Neurodermitis erkrankten Kindes verbessern; so zum Beispiel Strampler, Overalls oder Schlafanzüge.

Damit die Kleinen sich nicht kratzen, können spezielle Allergiker Kratzhandschuhe eine gute Idee sein.

Die Haut sollte des Weiteren regelmäßig mit Creme gepflegt werden.

avantal.de bietet nützliche Cremes an, welche die Haut des Babys oder Kleinkindes reinigen, beruhigen und die Entzündung abklingen lassen können. Bei besonders starken Symptomen kann auch eine Cortisonsalbe verwendet werden. Grundsätzlich ist es wichtig, die Hautpflege auch in solchen Phasen beizubehalten, in denen die Beschwerden weniger stark oder nicht vorhanden sind.

Außerdem ist es sehr hilfreich, neue Kleidung mehrfach zu waschen, bevor sie zum ersten Mal getragen wird.

Zu diesem Zweck sollten milde Waschmittel verwendet werden. Die Haut des Babys verbessert sich des Weiteren durch Salzwasser.

 

Neurodermitis und Allergien

 

Im Allgemeinen spielt bei Kleinkindern mit Neurodermitis vor allem die Ernährung eine wichtige Rolle.

Studien zufolge leidet rund ein Drittel aller Kinder, die an Neurodermitis erkrankt sind, auch unter einer Lebensmittelallergie.

Auch bei jenen Kindern, die nicht erkrankt sind, kann sich der Zustand durch ungeeignete Lebensmittel verschlechtern. Die häufigsten Allergene im Bereich der Lebensmittel sind Milcheiweiß und Kuhmilcheiweiß.

 

Besteht beim Kind der Verdacht auf eine Intoleranz, sollte dies schnellstmöglich überprüft werden.

Grundsätzlich empfiehlt es sich bei Kleinkindern mit Neurodermitis, zum baldmöglichsten Zeitpunkt einen Allergietest durchzuführen, um Lebensmittelunverträglichkeiten festzustellen.

Diese Nahrungsmittel sollten anschließend konsequent gemieden werden.

Eine Meidung verbessert nicht nur die Beschwerden und das Hautbild, sondern kann gerade bei Kleinkindern auch dazu führen, dass die Nahrungsmittel nach ein oder zwei Jahren konsequenter Vermeidung wieder vertragen werden.

Hier: Warum eine Hausstauballergie zur Neurodermitis führen kann

An der Neurodermitis leiden überwiegend Kleinkinder und Schulkinder.

1993 konnte im Landkreis Hannover festgestellt werden das 12% der Schulkinder an einer Neurodermitis erkrankt waren.

Die Neurodermitis geht einher mit Juckreiz und Schorfbildung an den betreffenden Hautstellen. Die Neurodermitis kann verschiedene Ursachen haben.

Neurodermitis durch Nahrungsmittelallergie

Neurodermitis kann durch die Nahrung hervorgerufen werden wie z.B. Kuhmilch, Hühnerei, Nüsse, Gewürze und häufig auch Soja.

Hier: Alles über Allergene und wo Sie zu finden sind

 

Neurodermitis durch Hausstauballergie

Auch die Hausstaubmilben wie Dermatophagoides pteronyssinus kann eine Neurodermitis bei dem Menschen hervorrufen.

Das geschieht durch den Kontakt der Hausstaubmilben über den Hausstaub mit der Haut des Menschen.

Studien zeigten auch, dass durch die spezifische Immuntherapie (SIT) von Hausstaubmilbenallergikern mit einem entsprechenden Allergen/Allergoidpräparat der Hausstaubmilbe die Neurodermitis zurückging.

 

Auch kann ein Symptomatikum zur Linderung z.B. des massiven Juckreizes an der Haut eingesetzt werden, wie kortisonhaltige Präparate.

Die Verwendung muss selbstverständlich mit dem Arzt/in abgesprochen werden.

Hier: Alles zur Hausstauballergie

Tierhaare als Grund für Neurodermitis

 

Auch Tierhaare, bzw. die Allergene die sich in den Haaren z.B. der Katze oder des Hundes befinden, können Grund für eine Neurodermitis sein. Deshalb muss man so gut es geht allergene Karenz üben. Tiere sollten aus der Wohnung gebracht werden. Vor den Milben kann man sich durch Einsatz von Encazings und dem Einsatz von Acariziden ganz gut schützen oder durch Verwendung von Neurodermitis Overalls. So ist die Haut gut vor dem Kontakt mit den Allergenen wie Tierhaare und Hausstaubmilben geschützt.

Hier: Alles über die Tierhaarallergie

Neurodermitis ist weit verbreitet

Etwa 3% der deutschen Bevölkerung haben eine genetische Veranlagung eine Neurodermitis zu entwickeln.

 

Zum Glück geht oft mit zunehmendem Alter die Neurodermitis etwas zurück.

 

Die Neurodermitis ist eines der Krankheitsbilder die bei allergischen Reaktionen auftreten können.

In einigen Fällen kann der Grund für eine Neurodermitis auch im psychischen Bereich des Kindes liegen.

So kann das die Reaktion des Kindes sein, wenn sich die Eltern ständig streiten, doch das Gebiet soll hier nicht weiter ausgeführt werden.

 

Allergien äußern sich Vielfältig

Zu den weiteren Formen der allergischen Erkrankung zählen der Heuschnupfen (Rhinitis/Rhinokonjunktivitis), der am häufigsten auftritt, das Asthma bronchiale und die generalisierte Urtikaria.

 

Diese allergischen Reaktionen können sich beim Menschen an unterschiedlichen Organen und mit unterschiedlichen Symptomen äußern.

Bei der Nase kann es zu einem Fließschnupfen und massivem Niesreiz kommen, bei den Augen zu einer Konjunktivitis und Tränenfluss, im Atemtrakt zu Husten bis zur Atemnot, im Magen-Darm-Trakt (Nahrungsmittelallergie) zu Übelkeit und Erbrechen, an der Haut zu Ekzemen, Urtikaria und beim Herz-Kreislaufsystem kann es bis zum anaphylaktischen Schock (Kreislaufzusammenbruch) kommen.

 

Sie sehen wie vielfältig sich die Allergie mit unterschiedlichen Krankheitsbildern beim Menschen ausdrücken kann und die Lebensqualität massiv negativ beeinflussen.

Aber zum Glück gibt es j auch hilfreiche Möglichkeiten die Allergie zu lindern.

Oft ähneln die Symptome auch denen einer Erkältung.

Um das auszuschließen sollte man auch daran denken einen Allergologen/in in einem solchen Fall als Ratgeber mit hinzuzuziehen.

Hier: Alles über den Verlauf von Allergien

Hier: Alles über die verschiedenen Allergie Typen

 
 

Neurodermitis Therapie

Die Neurodermitis Therapie umfasst verschiedene Möglichkeiten der Behandlung.

Es wird grundsätzlich zwischen der medikamentösen und der nicht-medikamentösen Therapie unterschieden.

 

Zusätzlich wird die jeweilige Therapieform in prophylaktische (vorbeugende) Maßnahmen, Akutbehandlung (bei einem Neurodermitisschub) und dauerhafte Behandlung unterteilt.

Alles über Behandlungsmethoden und Therapie von Neurodermitis

Hautpflege bei Neurodermitis

 

Da die Ursache der Erkrankung häufig nicht erkannt werden kann, gibt es bislang auch keine Heilung.

Neurodermitis ist somit eine chronische Krankheit und kann nur symptomatisch behandelt werden.

Das bedeutet, dass der Fokus darauf liegen muss, die Krankheitszeichen, wie beispielsweise das Jucken und den Ausschlag, weitgehend zu beseitigen.

 

Bei einer Hauterkrankung wie Neurodermitis ist die Hautpflege essentiell.

Grundsätzlich sollte die Haut auch in beschwerdefreien Intervallen täglich gut gepflegt werden.

Und auch zu diesen Zeiten ist die Konsultation eines Hautarztes oder Apothekers unabdingbar.

Da der Hautzustand eines Neurodermitikers sich auch zwischen den Schüben häufig ändert, kann es notwendig werden, Pflegemittel immer wieder anzupassen.

Besonders zu beachten ist, dass für die Grundpflege keine Cremes mit Konservierungsmitteln, Duft- oder Farbstoffen verwendet werden.

Am besten sind pH-neutrale Produkte. Die Basispflege soll die Haut gegen äußere Reize abschotten und das Eindringen von Allergenen (krankheitsauslösende Stoffe) erschweren.

Diese Behandlung hat zum Ziel, Entzündungen und Hauttrockenheit zu vermindern, die Hautbarriere zu erneuern und den Juckreiz zu stillen. Die Haut wird also im Idealfall weniger empfindlich. Dieses Ziel versucht man unter anderem durch den Einsatz von rückfettenden Emulsionen oder Ölbädern zu erreichen.

 

Zunächst sollte die Haut jedoch gereinigt werden. Sollte die Desinfizierung der Haut nötig sein, muss darauf geachtet werden, dass die Präparate nicht zu stark austrocknen, beziehungsweise dass rückgefettet wird.

Auch die Reinigung mit reinem Wasser sollte vermieden werden, da die normalerweise durch Fette gehaltene Hautfeuchtigkeit verdunstet und so die Haut letztendlich zu stark austrocknet.

Wie bereits beschrieben, erzielen Ölbäder für eine Rückfettung eine gute Wirkung. Grundsätzlich sind solche Bäder allerdings nicht als Mittel zur täglichen Körperreinigung, sondern als gelegentliche Pflegemaßnahme anzusehen.

Dies bedeutet, dass zunächst eine gründliche Reinigung zum Zweck der Entfernung von Allergenen erfolgen muss. Außerdem heißt das, dass das Baden nicht zu lang ausgedehnt werden sollte.

Das Wasser sollte eher lauwarm als heiß sein.

Idealerweise lässt der Patient dem Körper nach dem Bad etwas Zeit, damit das Öl einziehen kann, und trocknet sich nicht gleich und auch nicht sehr gründlich ab.

Generell ist beim Abtrocknen Vorsicht geboten.

Die groben Stoffe können die Haut erneut reizen. Für Kinder und Säuglinge ist die Anschaffung eines speziellen Schutzanzugs eine Überlegung wert. Auch hier wird der Körper vor mechanischem Reiz geschützt, sodass die Haut zur Ruhe kommen kann. Nach dem Duschen oder Baden wird der Körper eingecremt oder, sollte die Haut bereits entzündet sein, eingesalbt.

 

Neurodermitis Creme, Salbe, Lotion – wo liegt der Unterschied?

 

Emulsionen sind Verbindungen zweier normalerweise nicht mischbarer Substanzen.

In der Medizin beziehungsweise der Pharmazie sind diese Stoffe meistens Wasser und Öl. Öl-in-Wasser-Emulsionen haben einen geringeren Anteil an Fett als an Wasser.

 

Diese Mischungen sind in der Regel Lotionen.

Wasser-in-Öl-Emulsionen dagegen haben im Gegensatz zum Wasser einen höheren Fettanteil und werden als Cremes bezeichnet.

 

Die Emulsionen eignen sich besonders zur Pflege nicht entzündeter trockener Haut.

Für die Herstellung von Salben wird kein Wasser verwendet. Auf eine fettreiche Basis können Arzneimittel aufgebracht werden, die jedoch nur bei medizinischer Indikation angewendet werden dürfen.

 

Hautpflege in der akuten Phase – die richtige Creme bei Neurodermitis

 

Auch in der akuten Phase steht die Reinigung an erster Stelle.

Anschließend kann statt eines Ölbades für die entzündete, nässende Haut ein Badezusatz mit Gerbmitteln, sogenannten Tanninen, eingesetzt werden.

Diese antibakteriell wirkenden Mittel eignen sich besonders für Hand- und Fußbäder.

Zudem beruhigen sie die Haut und machen sie widerstandsfähiger gegenüber Aggressoren.

Ebenfalls für die Behandlung entzündeter, mit Keimen besiedelter Haut geeignet ist Kaliumpermanganat.

Die Chemikalie kann zur Desinfizierung genutzt werden.

 

Bei stark eitrigen Pusteln und Knötchen kann auch mit Mitteln auf Jodbasis desinfiziert werden.

Nach der Desinfektion wird eingecremt oder eingesalbt; je nach nötiger Behandlung. Bei entzündeter, aber intakter Haut bietet sich zunächst eine Kühlung der Rötung und des Ausschlags mit einer Creme für Neurodermitis oder einer Lotion an. Ist die Haut bereits rissig, braucht unsere Körperhülle vor allem Fett. Jetzt kommen Wasser-in-Öl-Emulsionen zum Einsatz oder auch spezielle Salben.

Diese können Urea (Harnstoff) enthalten, welcher keimabtötend wirkt. Zudem mindert der tatsächlich aus Urin gewonnene Heilstoff das Jucken. Sollte auch dieses Krankheitsstadium schon überschritten und die Hautoberfläche großflächig mit eitrigen Bläschen etc. bedeckt sein, ist die Behandlung mit Immunsuppressiva angezeigt.

Die entzündungshemmenden Wirkstoffe unterdrücken die Immunabwehr und verhindern damit eine Reaktion des Körpers auf vermutete, aber auch tatsächliche Allergene.

 

In der Regel werden Salben mit Glucocorticoiden (körpereigene Hormone der Nebennierenrinde, die unter anderem den Stoffwechsel beeinflussen) verwendet, die allerdings nicht frei von unter Umständen beträchtlichen Nebenwirkungen sein können. Möglich sind die übermäßige Verdünnung der Haut, Pigmentierungsstörungen und starke Behaarung.

Salben auf Basis von Glucocorticoiden sollten daher nur kurzzeitig und unter strenger Beobachtung des Arztes angewendet werden.

Um die Behandlung so gut wie möglich auf die Bedürfnisse des Patienten anzupassen, werden die Arzneistoffe für die Neurodermitis Creme in der Apotheke jeweils individuell zusammengestellt.

Eventuell muss auch eine Kur mit einem Antibiotikum erfolgen. Alternativ könnte man auch die Anwendung von silberhaltigen Pflegemitteln versuchen.

Die Silberpartikel bekämpfen Bakterien der Hautoberfläche und werden schon seit langer Zeit in der Medizin zur Wundheilung eingesetzt.

Das sollten Neurodermitis Erkrankte unbedingt vermeiden!

 

Ein Patient mit Neurodermitis sollte neben vermuteten Allergenen weiterhin langes, heißes Baden vermeiden.

Pflegende Ölbäder können zwar beruhigen und rückfetten, wirken aber bei zu häufiger Anwendung ebenfalls hautreizend.

Beim Kontakt mit Wasser empfiehlt es sich, Schutzhandschuhe überzuziehen.

Dabei muss allerdings darauf geachtet werden, dass die Handschuhe aus Material gefertigt sind, welches für Allergiker geeignet ist.

Die Hände sollten immer wieder mit der passenden Creme, Lotion oder Salbe eingefettet werden.

Die Präparate dürfen auf keinen Fall Duft-, Farb- oder Konservierungsstoffe enthalten und sollten stets pH-neutral sein.

Zusätzlich sind die regelmäßige Betreuung durch den Arzt und die strikte Einhaltung des Behandlungsplans wichtig.

 

Geeignete Produkte zur Hautpflege bei Neurodermitis finden Betroffene im Onlineshop von avantal.de

 
 

Die Verbindung zwischen Neurodermitis und der Hausstauballergie 

Auch die äußere Haut des Menschen kann von einer Hausstaubmilbenallergie/Hausstauballergie hervorgerufen durch Milben, wie Dermatophagoides pteronyssinus betroffen sein.

Bei der Haut gibt es folgende Krankheitsbilder, wie die atopische Dermatitis ( Neurodermitis diffusa, exogenes Ekzem), Kontaktdermatitis und die Urtikaria.

Viele Neurodermitiker*innen haben eine Hausstauballergie 

7-10% der Hausstaubmilbenallergiker bzw. sensibilisierten Patienten leiden unter der atopischen Dermatitis, hervorgerufen durch den Kontakt mit dem Hausstaub und den darin enthaltenen Hausstaubmilben, wie Dermatophagoides pteronyssinus und andere.

Somit sollte beim Auftreten der atopischen Dermatitis im Wohnbereich an eine spezifische IgE Messung mit Dermatophagoides pteronyssinus gedacht werden, wie z.B. den Allergenscheiben EAST (Enzym Allergo Sorbent Test).

Ein Haut Prick Test sollte nicht durchgeführt werden, da die Haut durch die Erkrankung sehr verletzt ist und in Mitleidenschaft gezogen wurde. Mit dem Haut Prick Test würde man die Haut noch weiter schaden und die Aussagekraft des Hauttests wäre da auch sehr fraglich.

Der Einfluss von Hausstaubmilben auf das Hautbild bei einer Neurodermitis

Die Symptome der atopischen Dermatitis können von verschiedenen Faktoren beeinflusst werden.

So wirken sich Stress, falsche Kleidung, Impfungen, bestimmte Nahrungsmittel negativ auf die Erkrankung aus.

Aber wie dargestellt, kann auch der Kontakt mit den Hausstaubmilben Dermatophagoides pteronyssinus einen sehr negativen Einfluss auf das Krankheitsbild der atopischen Dermatitis haben. Aber auch Tierhaare, wie z.B. von der Katze, kuscheln mit der Katze im Bett, kann eine atopische Dermatitis auslösen.

Was hilft gegen Neurodermitis und Hausstaubmilben?

Zur „Heilung“ der Haut kann er verschiedene Hautschutz, Reinigungs- und Hautpflegemittel einsetzen oder gegen die Erkrankung die dafür abgestimmten Medikamente einnehmen (oft Cortisonhaltige Präparate), natürlich in Absprache mit dem behandelnden Arzt/in.

Aber oft hilft schon eine vernünftige Lebensweise und Ernährung und Nahrungsergänzungsmittel, die in Apotheken gekauft werden können.

Das sollte man ebenfalls vorab mit seinem Allergologen/in (Dermatologen/in) absprechen, damit es ganz genau auf die Krankheit abgestimmt ist.

Auch konnte gezeigt werden, dass die spezifische Immuntherapie mit z.B. mit einem Dermatopahogoides pteronyssinus Präparat, zu empfehlen ist, hier das entsprechende Allergoid, sehr gut gelindert werden konnte.

Aber einen sehr guten Schutz für Kinder bieten die Neurodermitis Anzüge und Neurodermitis Overalls bei der Hausstaubmilbenallergie.  So wird der mechanische Reiz auf der Haut und sogar der Kontakt mit den Hausstaubmilben fast auf 0 reduziert und der Patient empfindet dadurch eine große Linderung bezüglich seines Krankheitsbildes und kann sich wieder ganz normal im Wohnbereich bewegen.

Durch Einsatz eines Miben Nachweistests konnte Dr. Wahl ganz einfach nachweisen, dass sich auf der Haut Allergene von Dermatophagoides pteronyssinus mit befinden, ja sogar auch in den Haaren.

Die Allergene von Dermatophagoides pteronyssinus ließen sich auch noch nach der Waschung der Haare nachweisen, d.h. sie wurden durch das Haarshampoo nicht denaturiert.

Mit dem Nachweistest konnte er auch nachweisen, dass sich über den Encasings keine Hausstaubmilbenallergene von Dermatophagoides pteronyssinus mehr nachweisen ließen, aber deutlich dadrunter auf der Matratze.

 

 

Neurodermitis im Alter

Lange Zeit war die Neurodermitis eine typische Kinderkrankheit. Mittlerweile ist die Neurodermitis im Alter jedoch auf dem Vormarsch. Bei etwa 63 % der Neurodermitiserkrankungen bei Senioren ist die Erkrankung auch bereits im Kindesalter präsent gewesen.

Den kompletten Artikel zu Neurodermitis im Alter lesen...

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