Hausstaubmilbenallergie

Informationen für Allergiker und Ratsuchende zu Symptomen der Hausstauballergie, Milben und was Sie tun können.

Einleitung

Unter dem Begriff der Hausstauballergie wird eine allergische Reaktion des menschlichen Immunsystems auf die Hausstaubmilbe (Dermatophagoides pteronyssinsus) verstanden.

 

Daher ist die Bezeichnung Hausstauballergie auch eher irreführend, denn die Allergie wird nicht durch den Hausstaub, sondern durch Hausstaubmilben und deren Ausscheidungen (Kot) hervorgerufen.

Die Hausstaubmilbenallergie ist eine perenniale Allergie, das Bedeutet, dass die Beschwerden der Allergie bei Hausstaubmilbenallergiker*innen das ganze Jahr über auftreten. Hier liegt ein wichtiger Unterschied zu anderen Allergie, wie z.B. dem Heuschnupfen, bei dem die Betroffenen nur  saisonal mit den Symptomen zu kämpfen haben.

Menschen die an einer Hausstauballergie leiden, sind nicht auf den reinen Hausstaub allergisch, sondern auf die Allergene der Milben. Diese aggressiven Allergene befinden sich in den abgestorbenen Milbenkörper und vor allem in deren Hinterlassenschaften, die zusammen mit dem Staub über die Atemluft aufgenommen wird. 

Das körpereigene Immunsystem reagiert bei einer hohen Allergen-Belastung mit den typischen Symptomen, wie Niesen, laufender Nase, juckender Augen und körperlicher Abgeschlagenheit bereits am Morgen nach dem Aufwachen.

Etwa 5% der deutschen Bevölkerung leidet an der Hausstauballergie (Quelle: statista - Anteil der Allergiker an der deutschen Bevölkerung nach Allergie im Jahr 2011), dass sind derzeit etwa 4,1 Mio. Menschen. Damit ist die Hausstauballergie eine sehr verbreitete Form der Allergie und war bereits im Jahr 2011 auf Platz 5 der häufigsten Allergieformen.

Vor allem Menschen mit allergischem Asthma reagieren sehr häufig mit Beschwerden der Atemwege auf die aggressiven Allergene der Milben.

Im Folgenden möchten wir Sie über diese Allergie ausführlich informieren.

Sie erfahren mehr über die Symptome, Behandlungen, sowie Empfehlungen um die Beschwerden zu lindern.

 

Was ist eine Hausstaubmilbenallergie?

Definition

Die Hausstauballergie, korrekter ausgedrückt, die Hausstaubmilbenallergie ist eine Überreaktion des Immunsystems auf einen vergleichsweise harmlosen Stoff, ähnlich der Reaktion bei einem Heuschnupfen.

Verursacht wird die allergische Reaktion nicht durch den reinen Hausstaub, sondern durch die Allergene der Hausstaubmilbe, die sich vor allem im Kot und deren toten Körpern befinden.

Bei der Hausstaubmilbenallergie spricht man von einer Parasitose, da die Erkrankung nicht durch Viren oder Bakterien ausgelöst wird, sondern durch parasitäre Lebewesen, in diesem Fall durch die Hausstaubmilbe.

Die winzigen Partikel die die Allergie auslösen haften dem Hausstaub an, werden aufgewirbelt und gelangen über die Atemluft in den menschlichen Organismus. Menschen die an einer Hausstaubmilbenallergie leiden reagieren dann mit den typischen Symptomen, dazu zählt insbesondere Niesen, eine laufende Nase, sowie gerötete und geschwollene Augen.

Bei allergischen Reaktionen der oberen Atemwege spricht man auch von allergischem Schnupfen, Heuschnupfen, oder allgemein einer allergischen Rhinitis.

So gut wie keine Wohnung ist frei von Hausstaubmilben. Milben gehören zu unserem natürlichen Ökosystem und finden sich vor allem in unseren Betten, in Teppichböden, Polstermöbeln oder anderen textilen Einrichtungsgegenständen.

Menschen mit einer Hausstauballergie haben daher das ganze Jahr und speziell in den eigenen vier Wänden Beschwerden.

Video zur Hausstaubmilbenallergie - einfach erklärt.

In diesem Video erklärt der Allergieforscher Dr. R. Wahl alles wissenswerte zur Hausstauballergie in seiner eigenen, ganz unverwechselbaren Art und Weise.

Bild vom Youtubevideo in dem die Hausstauballergie erklärt wird.jpg
 

Die Symptome Hausstaubmilbenallergie

 

Die typischen Symptome der Hausstaubmilbenallergie ähneln denen eines Heuschnupfens sehr stark.

Zumeist leiden Allergiker*innen an Schnupfen, mit dauerhaft laufender Nase, verstärktem Niesen (besonders in Innenräumen) und geschwollenen, juckenden Augen.

Mehr zu den Sympotmen der Hausstaubmilben Allergie erfahren sie hier >>

Um die Beschwerden der Allergie schnell loszuwerden, sollten Sie sofort die Belastung verringern!

D.h. die Menge an Milben in Ihrem zuhause muss schnell reduziert werden. Benutzen Sie dazu ein Milbenspray und verwenden sie für Ihre Betten Allergiker Bettwäsche - Encasings.

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Die häufigsten Krankheitsbilder der Hausstaubmilbenallergie

Bei den resultierenden Krankheitsbildern der Hausstauballergie kann wie folgt unterschieden werden:

 

  • 45% entfallen auf die Rhinitis (einer Nasenentzündung, die auch chronisch werden kann), was mit den Symptomen  des Heuschnupfens gleichzusetzen ist, d.h.

    • laufende oder verstopfte Nase

    • und tränende Augen

 

  •  34% auf Asthma, d.h. einhergehend mit schwerer Atmung und sogar Luftnot.

    • Untersuchungen zeigten, dass beim Hausstaubmilbenasthma das Allergen Der p 23 von Dermatophagoides pteronyssinus (Hausstaubmilbe) eine ausschlaggebende Rolle spielt.

Bei Verdacht auf eine Hausstaubmilbenallergie kontaktieren Sie einen Allergologen

Den Gang zum einem Allergologen/einer Allergologin empfehlen wir grundsätzlich, denn nur dort können Sie einen entsprechenden Allergietest durchführen.

Da die stärksten Symptome der Hausstaubmilbenallergie zur Herbstzeit auftreten, können diese leicht mit den Symptomen einer Erkältung verwechselt werden.

Es sollte eine genaue Abklärung beim Allergologen erfolgen, ob eine Hausstaubmilbenallergie oder eine Erkältung vorliegt, da auch immer ein Etagenwechsel bei einer nicht erkannten Allergie verhindert werden sollte.

Ebenfalls sollte auch noch an die Beifußpollen gedacht werden, die auch zu einer Rhinitis führen kann und im Herbst in der Luft fliegen.

Durch die ganzjährige Belastung der Hausstaubmilbenallergiker/innen durch die Hausstaubmilben, sollte versucht werden, im Jahr ein paar Ruhephasen einzubauen, da auch das Immunsystem unter dauerhafter Belastung steht und die Personen empfänglicher für Infektionen sind und sogar zu weiteren Allergien neigen könnten.

 

Um die Beschwerden der Hausstaubmilbenallergie loszuwerden lassen sich drei wichtige Ansätze verfolgen:

  1.  Sie müssen den Kontakt mit den Allergenen vermeiden

  2. ​Sie können die Symptome medikamentös lindern.

  3. Sie können die Allergie therapieren - über die sogenannte Spezifische Immuntherapie, oder auch Hyposensibilisierung.

Bevor Sie allerdings beginnen

Sollte die richtige Diagnose vom Haus- oder Facharzt gestellt werden, aus der hervorgeht, dass Sie tatsächlich an einer Hausstauballergie leiden.

Ähnliche Symptome können ebenfalls durch andere Faktoren ausgelöst werden, dazu zählen u.a. auch eine Tierallergie oder eine Allergie auf Schimmelpilze oder Zimmerpflanzen. 

Diverse Stoffe in unserer Umgebung haben gleiche Allergene und verursachen die gleichen Beschwerden, in einem solchen Fall wird von einer allergischen Kreuzreaktion gesprochen.

 

Wenn Sie sichert gehen wollen, wenden Sie sich an einen Allergologen oder Allergologin, diese Fachärzte können Ihnen mittels guter Testmethoden die richtige Diagnose erstellen.

 

Eine Hausstaubmilbenallergie sollte behandelt werden

Die Hausstaubmilbenallergie ist wie bereits beschrieben eine perenniale (ganzjährige) Allergie, unbehandelt kann sie weiteren allergischen Erkrankungen den Weg ebenen. In einem solchen Fall wird von einem Etagenwechsel gesprochen, den wir im Kapitel zum allergischen Marsch (dem Verlauf einer Allergie) genauer beschrieben haben.

Eine dauerhafte Entzündung der Schleimhäute und die fortwährende Belastung des Immunsystems ist eine große Anstrengung für den ganzen Körper.

 

Bei einem Etagenwechsel kann aus einer Hausstaubmilbenallergie eine chronische Entzündung der Atemwege entstehen und in ein chronisches Asthma übergehen. Sie sollten also unbedingt geeignete Maßnahmen gegen die Hausstauballergie ergreifen.

Hausstauballergie– Den Kontakt mit Allergenen vermeiden

Es ist beinahe selbsterklärend, dass zum Beginn der Behandlung gegen die Hausstaubmilbenallergie, die Reduzierung der Verursacher der Beschwerden stehen muss. Sehr häufig bedarf es keiner Medikamente oder einer Therapie um die allergischen Symptome zu reduzieren.

Denn oft lassen sich die allergischen Symptome damit schon auf ein erträgliches Maß reduzieren oder verschwinden sogar ganz.

Verwenden Sie zur Behandlung aller Oberflächen ein Milbenspray um die Milben abzutöten.

 

Hausstaubmilben sind sehr klein und messen gerade einmal 0,1 bis 0,5 Millimeter (lesen Sie hier alles über Hausstaubmilben).

Dass sie sich Milben aller Art im Hausstaub tummeln ist völlig normal und kein Zeichen mangelnder Hygiene, es gehört zu unserem natürlichen Ökosystem dazu. Milben sind Parasiten, denn Sie suchen die menschliche Nähe, da sie sich hauptsächlich von Hautschuppen ernähren.

Wir Menschen verlieren vor allem dort Hautschuppen, wo wir mit der Haut, viel und lange Kontakt zu Oberflächen haben, also zum Beispiel in unseren Bett. Aus diesem Grund treten die allergischen Symptome der Hausstauballergie auch besonders nachts und früh morgens auf.

Hier sollten Sie zuerst tätig werden und die Hausstaubmilben bekämpfen.

Die meisten der ungebetenen Gäste leben in der Matratze, ein feuchtwarmes Klima und ausreichend Nahrung bieten einen optimalen Ort um zu leben. Allergiker Bettwäsche, sogenannte Schutzbezüge auch Encasing genannt verhindert, dass Sie in Kontakt mit den Allergenen kommen.

 

Die Eigenschaften der Encasings verhindern den Kontakt, weil:

  • Die Porengröße der Bezüge 0,5 Mikrometer oder weniger beträgt.

  • Sogar die Nähte so verarbeitet sind, dass die Allergene und die Hausstaubmilben selbst keine Chance haben durchzukommen.

  • Die Bezüge Wasserdampf durchlassen, sodass Sie nicht schwitzen. 


Um die Anzahl der Milben in Ihrem Schlafzimmer zu reduzieren, sollten Sie Staubfänger reduzieren, darunter fallen:

  • Bettkästen

  • langen, schweren Vorhänge

  • offenen Regale und Schränke

  • Kuscheltiere und Kunstpflanzen

 

Sie müssen regelmäßig Staubwischen und lüften um das "Wohlfühlklima" der Milben zu verändern.

Hausstaubmilben fühlen sich bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von 65 bis 80 Prozent am wohlsten.

Wenn Sie regelmäßig und mehrmals am Tag lüften, können Sie die Luftfeuchtigkeit in Ihrem Schlafzimmer auf etwa 50 Prozent senken.

Auch die Temperatur sollte deutlich unter 25°C liegen, damit sich die Milben nicht wohlfühlen.

Wer messen möchte, wie hoch die Hausstaubmilbenbelastung ist, kann sich einen Hausstaubmilben-Test bei uns oder in der Apotheke kaufen. Damit lässt sich die Menge der Allergene und die Stärke der Belastung messen. Liegt der Wert unter zwei Milligramm, so reduziert sich das Risiko für Beschwerden bei Allergiker*innen deutlich.

 
 

Hausstauballergie - warum reagieren wir allergisch?

Die allergische Reaktion auf Hausstaubmilben tritt bei Menschen deutlich früher auf, als z.B. die Sensibilisierung auf Gräser- und Baumpollen, aber warum ist das so?.

Dabei sind mehr als 50% aller Atopiker gegen Hausstaubmilben unter 10 Jahre alt.

Zum Vergleich:

  •  ca. 50% der Heuschnupfen Patienten (Gräser/Baumpollenallergie) sind etwa 20 Jahren alt.

Über 1/3 der Erwachsenen haben die Veranlagung eine Allergie gegen Hausstaubmilben zu entwickeln.

 

Interessant sind dazu die Arbeiten von Herr Professor Dr. med. Ulrich Wahn (Charite Berlin).

Er beschrieb die Entwicklung der Allergien bei Patienten als allergischen Marsch bzw. Marathon.

Die allergischen Erkrankung auf die Hausstaubmilbe kann sehr stark die Lebensqualität der Patienten und auch deren Leistungsfähigkeit deutlich negativ beeinträchtigen.

Zum Glück stehen heutzutage verschiedene sinnvolle und hilfreiche Mittel zur Verfügung um der Allergie Herr zu werden..

Bei Anzeichen, der im folgenden Kapitel beschriebenen Symptome im Wohnbereich, aber auch besonders dem Schlafbereich, sollten Sie rechtzeitig zum Allergologen gehen.

Je früher behandelt wird, desto eher kann ein sog. Etagenwechsel der Allergie vermieden werden.

Unter Etagenwechsel wird eine Verschiebung der Ausprägung verstanden.

D.h. dass z.B. aus einer Rhinitis (Atemwegserkrankung) ein dauerhaftes Asthma wird, was die Lebensqualität deutlich negativer beeinflusst. 

Video zur Hausstaubmilbenallergie - warum reagieren wir allergisch?

In diesem Video erklärt der Allergieforscher Dr. R. Wahl warum und auf was wir bei einer einer Hausstauballergie reagieren

Video zur Hausstaubmilbenallergie warum reagieren wir allergisch_.jpg
 

Wann ist die Hausstaubmilbenallergie am schlimmsten?

Die Allergene und natürlich auch die Hausstauballergie haben für sich genommen unterschiedlich starke Zeiten im Jahr, so unterteilt man in saisonal (abschnittsweise) und perennial (ganzjährig).

Zu den perennialen Allergenen zählen die der Milben, denn die Hausstaubmilben sind das ganze Jahr allgegenwärtig.

 

In den Monaten September und Oktober ist die Milbenzahl am höchsten, da zu dieser Jahreszeit noch ausreichend Temperatur und Luftfeuchtigkeit vorliegt, was für sie optimal ist.

Was für die Milben besonders gut ist, ist für Allergiker in gleichem Maße höchst belastend, da die Konzentration von Exkremente und zersetzenden MilbenKörpern ein Maximum an Allergene freigesetzt, die dann über den Hausstaub inhaliert werden. Dies ist gerade während der Heizperiode und der damit verbundenen trockenen Raumluft ein Problem.

Hausstauballergie, Achtung in der Heizperiode!

Im Winter sterben die Milben meistens ab. Das hat mit den normalen Lebenszyklus zu tun und durch die Abnahme der Luftfeuchtigkeit im Wohnraum, da dieser im Winter sehr oft geheizt wird und die Luftfeuchtigkeit deutlich abnimmt. 

 

Aber wenn die Milben absterben bleiben die entsprechenden Allergene, die ja eigentlich für die allergischen Reaktionen verantwortlich sind zurück.

Mit Beginn der Heizperiode im Herbst, sinkt die Luftfeuchtigkeit in den Wohnräumen dermaßen, dass ein Großteil der Milben stirbt.

Die Exkremente der Milben sind das eigentliche Problem für Allergiker.

Eine einzige Milbe produziert in laufe Ihres zwei bis vier monatigen Leben, das zweihundertfache ihres eigenen Körpergewichts an Exkrementen.

Diese bleiben mit Staub vermischt an den Textilfasern haften.

Mit der Zeit zerfällt dies in immer kleiner Teilchen, diese winzigen Teilchen können nun leicht aufgewirbelt werden und gelangen in die Atemwege.

 
 

Bin ich allergisch auf Hausstaubmilben oder nur sensibilisiert?

Da Milben ein sehr hohes allergenes Potential darstellen, sind etwa 35% der deutschen erwachsenen Bevölkerung auf die Hausstaubmilbe "sensibilisiert".

 

Mit anderen Worten, bei einer Sensibilisierung setzt sich Ihr Immunsystem mit den Allergie auslösenden Allergenen auseinander und entwickelt eine Abwehr. In der Regel treten dabei auch keine Symptome einer Allergie auf.

Diesen Prozess verstehen wir als Sensibilisierung.

Wird bei einem Allergietest eine Sensibilisierung nachgewiesen, ist das nicht mit einer Allergie gleich zu setzen.

 

Von einer Allergie wird erst dann gesprochen, wenn allergische Symptome auftreten, die zu einer nachgewiesenen Sensibilisierung passen. 

Nicht jede positive Reaktion im Allergietest ist der Beweis für eine Allergie.

Ob es sich auch um eine Allergie handelt, kann bei einem Allergologen, beispielsweise mit Hilfe eines Provokationstest ermittelt werden.

 

Wie kann eine Hausstaubmilbenallergie festgestellt werden? 

Sofern gesundheitliche Beschwerden im Wohnbereich auftreten, hier besonders im Schlafraum, die wie Heuschnupfen oder sogar Asthma anmuten, wird dringend empfohlen in die Praxis eines/r Allergologen/in aufzusuchen.

Es sollte dringend geklärt werden, ob es sich bei den gesundheitlichen Beschwerden um eine Allergie handelt oder eine andere Erkrankung.

1.) Zunächst wird der Arzt oder die Ärztin eine Anamnese durchführen, d.h. sie werden u.a. ganz genau befragt, wo wie und wann die Symptome auftreten. 

 

Tipp: Um da genau darauf antworten zu können ist es sinnvoll, wenn sie schon vorher ein Allergietagebuch führen, in dem sie eintragen, wann, wo und in welcher Form die Symptome bei ihnen auftraten.

 

Das erleichtert dem Arzt, der Ärztin dass Allergen besser einkreisen zu können, um die richtigen Untersuchungen bei ihnen durch zu führen.

2.) Wenn nun Verdacht auf eine Allergie bestehen sollte, kommen verschiedene Untersuchungen in betracht.

Möglichkeit 1: 

In-vivo Untersuchungen, d.h. die Untersuchungen werden am Menschen durchgeführt.

Hierzu zählen die Haut- und Provokationstests.

 

Möglichkeit 2:

In-vitro Untersuchung, d.h. die Untersuchungen werden außerhalb des Menschen durchgeführt.

>> Erfahren Sie hier alles zu Hausstaubmilbenallergie Tests<<

Das sollten Sie gegen die Hausstaubmilben tun

 

Besonders wenn die Hausstaubmilbe Dermatophagoides pteronyssinuis die Hauptallergenquelle ist, sollte die Menge der Milben in Wohn- und Schlafbereich reduziert werden, denn Sie lösen die Allergie aus. Das sollte man wissen, wenn man in Wohnung oder Haus mit allergischen Erkrankungen zu kämpfen hat. Denn es ist nicht der Staub den wir einatmen, es sind die Allergene (Proteine) der Milben und der Hinterlasseschaften (Kot) der uns zu schaffen macht.

Hier ist der Einsatz von Milbenspray (Mittel gegen Milben) und Encasings als erste Maßnahme sehr hilfreich.

Um die Belastung durch Hausstaubmilben zu verringern sollten immer versucht werden die Menge der Milben in Wohnräumen zu verringern. 

Dies gelingt auf Oberflächen mit einem Milbenspray und bei temperaturempfindlichen Textilien mit einem speziellen Waschmittel gegen Milben. 

Auch können hier sehr hilfreich die Überzüge, Encasings zum Einsatz im Schlafbereich geeignet sein, auf die ebenfalls noch separat eingegangen wird.

Hausstaubmilbenallergie: Was bedeutet Atopiker?

Atopie ist die Überempfindlichkeit auf zumeist harmlose Stoffe die uns umgeben, zumeist wird die Allergie vererbt.

Wenn beide Elternteile Allergiker sind liegt die Chance, dass das Kind auch Allergiker wird bei 90%, wenn nur ein Elternteil Allergiker ist bei 75%.

Allergien können sich auch entwickeln, wenn kein Elternteil Allergiker ist.

Man spricht dann von einer aufgesetzten Allergie.

Das gilt besonders für Berufsallergien.

Bei der Berufsallergie spielt neben der Hausstaubmilbe auch die Vorratsmilbe eine Rolle, z.b. bei den Bäckern, da Vorratsmilben im Mehl vorkommen und so beim Arbeiten mit Mehl von dem Bäcker inhaliert werden.

Die Sensibilisierung auf die Vorratsmilben ist weniger als die Hälfte der Atopiker,

die gegen die Hausstaubmilbe sensibilisiert sind.

 

>>Erfahren Sie hier alles über Milben<<

 

Hausstaubmilbenallergie: Das sind die entscheidenden Allergene

Der Hausstaub enthält nicht nur die Milben als Allergene, sondern wie Wahl et al. zeigen konnten, je nach Jahreszeit verschiedene Pollen wie Gräser- und Baumpollen, die Allergien auslösen können und auch Nahrungsmittelpartikel und auch, wenn Tiere im Haushalt gehalten werden, die entsprechenden Tierallergene wie z.B. von der Katze und dem Hund.

 

Auch können z.B. von der Tochter, wenn sie beispielsweise vom Reiten kommt, entsprechende Pferdeallergene mit eingeschleppt werden. Wobei die Allergene des Pferdes als sehr agressiv einzustufen sind.

 

All diese Komponenten müssen bei einer Hausstauballergie mitberücksichtigt werden, wobei die Hauptallergenquelle die Milben und hier besonders die Hausstaubmilbe Dermatophagoides pteronyssinus darstellt.

Die wichtigsten Allergene der Hausstaubmilbe sind:

  • Der p1 

  • Der p2 

  • Der p23 

  • Der p10

 

Das Der p10, das sogenannte Tropomyosin, ein Muskelprotein spielt eine wichtige Rolle bei der Kreuzreaktion.

 

Der p1 und Der p2 bezeichnet man als Hauptallregen,

d.h. mehr als 50% der Hausstaubmilbenallergiker sind darauf sensibilisiert.

 

Dann gibt es noch die Intermediärallergene, d.h. 25-50% der entsprechenden Allergiker sind darauf sensibilisiert und das Minorallergen, d.h weniger als 25% der Hausstaubmilbenallergiker sind darauf sensibilisiert.

Der p23 spielt eine wichtige Rolle bei der asthmatischen Ausprägung der Hausstaubmilbenallergie.

Um die Klassifizierung festzulegen, wird eine proteinchemische Untersuchung mit den Seren durchgeführt, bekannt als Westernblot,

 

Wie kann sich eine Hausstaubmilbenallergie entwickeln und wann ist sie nachweisbar? 

 

Der allergische Marsch                                                

 

Man ist immer bemüht zu ermitteln, ob es schon früh Anzeichen für eine allergische Erkrankung bei Atopikern gibt.

Hierbei hilft die Untersuchung von Herrn Professor Ulrich Wahn (Charite, Berlin) und Mitarbeitern zum allergischen Marsch.

 

Der allergische Marsch nimmt Bezug auf eine typische Abfolge im Auftreten und verschwinden atopischer Krankheitssymptome der Haut und der Atemwege, so wie bestimmter IgE (Immunoglobulin E) Antworten gegen Nahrungsmittel und Umweltallergene, wie auch der Hausstaubmilbe Dermato-phagoides pteronyssinus.

 

Der allergische Marsch wird ganz wesentlich von genetischen Faktoren geprägt.

Im Allgemeinen sind klinische Krankheitsmanifestationen bei der Geburt nicht erkennbar, obwohl die IgE Produktion bereits mit der 11. Fetalwoche einsetzt.

 

Schon bereits während der ersten Lebensmonate des Kleinkinds entwickeln sich spezifische IgE Antworten vor allem gegen Nahrungsmitteleiweissstoffe (Proteine), insbesondere Hühnerei und Kuhmilch.

Die Hühnereiallergieallergie scheint sich noch vor dem zweiten Lebensjahr des Kleinkindes zu entwickeln. In 55% der Fälle ist sie bis zum 6 Lebensjahr wieder verschwunden.

 

Erst zwischen dem 1. und 10. Lebensjahr wird eine IgE vermittelte Sensibilisierung aus der Außenluft oder dem Innenraummilieu beobachtet.

Dazu zählen Allergene der Milben wie Dermatophagoides pteronyssinus und Tierepithelien, hier besonders Katze.

 

Bedenken sie aber auch, in dem Fell der Katze befinden sich Milben und Schimmelpilze.

So auch die Haussstaubmilbe Dermatophagoides pteronyssinus.

Das muss auch bei einer vermeintlichen Katzenallergie (Tierhaarallergie) mit berücksichtig werden.

Nicht das es sich um eine Milbenallergie und nicht Tierhaarallergie, wie z.B. der Katze, handelt und sie fälschlicher Weise ihr geliebtes Tier aus dem Haus geben mussten.

 

Es zeigte sich, dass IgE Antikörperantworten, die sich bereits im Säuglingsalter gegen Nahrungsmittelproteine entwickeln, als früheste Atopieerkenner für eine allergische Reaktivität der nachfolgenden Sensibilisierungen auf „Luftallergene“ wie auch die Hausstaubmilbe Dermatophagoides pterobnyssinus auch aufgefasst werden müssen.

 

Die erste klinische Krankheitssymptomatik ist in der Regel die atopische Dermatitis (Hauterkrankung), die bei Atopikern festgestellt werden kann.

Die saisonale Rhinokonjunktivitis, wie z.B. durch Heuschnupfen, ist im Allgemeinen in den ersten beiden Lebensjahren des Kleinkindes nicht erkennbar.

 

Schimmelpilze wie Alternaria tenuis, Cladosporium herbarum, Penicilium notatum  etc. spielen bis zum sechsten Lebensjahr des Kindes keine Rolle.

Bei Atopikern beginnt die IgE vermittelte Sensibilisierung mit Hühnerei und Kuhmilch.

 

Zwischen dem 1. Und 10. Lebensjahr des Kleinkindes wird eine IgE vermittelte Sensibilisierung aus der Außenluft oder dem Innenraum beobachtet, was auch die Hausstaubmilbe mit ein bezieht.

 

Das erste auftretende Krankheitssymptom ist die atopische Dermatitis (Hauterkrankung), die kann in ca. 7% der Hausstaubmilbenallergikern auch auftreten.

 

Doch häufiger ist bei der Hausstaubmilbenallergie Dermatophagoides pteronyssinus die Rhinitis oder das atopische Asthma bronchiale.

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Quellen und Einzelnachweise:

Statista 2021 de.statista.com (letzter Abruf 15.04.2021)

Unsere Autoren

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Dr. Rüdiger Wahl

Allergie Experte und Autor

Allergie Experte, Forscher und ehem. Mitglied des CIA (Cillegium internationale Allergologicum)

Mit über 40 Jahren Erfahrung auf dem Gebiet der Allergie Forschung

avantal.de CEO

Christian Ellmers

CEO avantal.de und Autor

Gründer Ellmers & Partner GmbH

Gesellschafter und Unternehmer