Allergie und Naturheilkunde

Ein Überblick* über naturheilkundliche Ansätze zur Behandlung von Allergien für Allergiker und Ratsuchende , einfach und verständlich erklärt (*nicht abschließend)

Einige Menschen wenden sich auf Grund schlechter Erfahrung mit der Schulmedizin, oder aus Ihrer grundsätzlichen Überzeugung über die Selbstheilungskräfte des Körpers, alternativen Behandlungsmethoden zu.

Wir möchten in diesem Artikel einen Überblick über Ansätze vermitteln.

Dieser wird ständig erweitert, daher freuen wir uns auch immer über Zuschriften von Experten auf diesem Gebiet.

Schreiben Sie uns gerne, wenn Sie mit uns zusammen den Beitrag erweitern möchten.

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Dr. Rüdiger Wahl

Allergie Experte und Autor

Allergie Experte, Forscher und ehem. Mitglied des CIA (Cillegium internationale Allergologicum)

Mit über 40 Jahren Erfahrung auf dem Gebiet der Allergie Forschung

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C. Ellmers

CEO avantal.de und Autor

Gründer Ellmers & Partner GmbH

Gesellschafter und Unternehmer 

Allergien-Therapien aus der Naturheilkunde

Das Angebot reicht u.a. von:

 

  • „Bio“-Medikamenten, über

  • Homöopathie

  • bis zu diversen Entspannungsmethoden. 

 

Bereits diese drei genannten Punkte würden schon für ein eigenes, umfassendes Buch genügen.

Da dies hier allerdings nicht unsere Absicht sein soll, möchten wir an dieser Stelle einen Überblick bieten und Sie als Leser*in zu informieren.

Am Ende möchte wir einen differenzierten Überblick über verschiedenen Methoden der Naturheilkunde, in Bezug auf die Allergie vermitteln.

Naturheilkunde in der Allergie

Naturheilkundliche Verfahren haben grundsätzlich zum Ziel, durch Stärkung der körpereigenen Abwehr und Unstimmigkeiten des Organismus die Reaktionslage des Körpers zu verändern.

Dazu zählen z.B. die Eigenbluttherapie.

Bei Allergien empfiehlt es sich dem Eigenblut eine homöopathische Injektionslösung, z.B. Ameisensäure zuzufügen.

 

Auch kann man einiges mit der richtigen Nahrung erlangen.

Dem Nahrungsmittelallergiker sollte eine Vollwerternährung empfohlen werden, die vegetarische Kost bevorzugt. Produkte aus dem biologischen Anbau sind für ihn zu bevorzugen.

Homöopathie gegen Allergien

In der Homöopathie kommen häufig Apis mellifica, Arsenicum alba, Calcium carbonicum und Dulcamara zum Einsatz. Galphimia glauca wird häufig bei Heuschnupfen und Asthma bronchiale eingesetzt.

Entspannungsmethoden gegen Allergien

Stress körperliche und seelische Überanstrengung sowie unbewältigte emotionale Konflikte können das Immunsystem beeinträchtigen und somit die Allergie unterstützen.

Hier können Entspannungsmethoden wie z.B. die progressive Muskelentspannung nach Jacobsen, Qigong, autogenes Training und Yoga sehr hilfreich sein.

Solche Entspannungsmethoden können sich durchaus positiv auf das Kurieren der allergischen Erkrankung bei dem Patienten auswirken.

In einigen Fällen kann eine Allergie Ausdruck einer generellen Abwehrhaltung gegenüber der Umwelt sein, d.h. eine Allergie kann auch in manchen Fällen auf psychische Faktoren zurückgeführt werden.

All das läuft unter dem Begriff der Ordnungstherapie.

Orthomolekularen Therapie gegen Allergien

Bei der orthomolekularen Therapie wird Calcium eingesetzt, um die Zellmembran zu stabilisieren umso die Freisetzung von Histamin aus der Mastzelle zu hindern. Histamin verursacht z.B. den Juckreiz an der Haut und ist bei der Hauttestung, Haut.Prick-Test, für die Rötung und Quaddelbildung an der Haut verantwortlich, bei einem positiven Haut-Prick-Test. Histamin wird bei Kontakt des Allergens von der Mastzelle, die sich in der Haut befindet, ausgeschüttet und verurscht u.a. eine Hautrötung und Quaddelbildung.

physikalischen Therapie gegen Allergien

Bei der physikalischen Therapie wird dem Patienten empfohlen abhärtende Maßnahmen für das Immunsystem vorzunehmen, wie regelmäßige Bewegung an der frischen Luft, Wechselduschen nach Kneip und Saunadurchgänge.

Komplementärmethoden zur Behandlung von Allergien

 

Die Komplementärmedizin ist eine zur Schulmedizin ergänzende Medizin.

Es steht außer Zweifel das manche Komplementärmethoden eine wertvolle Ergänzung klassischer schulmedizinischer Methoden darstellen können.

Zu den Komplementärmethoden zählen z.B. die kneippschen Verfahren und auch Entspannungstechniken.

Auch zählt dazu die Phytotherapie.

Sie können alle, aus Sicht der Autoren, nur ergänzend zu den wissenschaftlich belegten d.h. schulmedizinischen Methoden akzeptiert werden, allein können sie nicht klassisches allergologisches Wissen und Handeln ersetzen.

Zu den Komplementärmethoden zählen u.a. die Atemtherapie, Phytotherapie, kneippsche Verfahren, Balneotherapie und Entspannungsmethoden.

Auch die Psychotherapie kann in einigen Fällen unterstützend bei allergischen Erkrankungen hilfreich eingesetzt werden.

Die schwache adjuvante Wirkung der Akkupunktur in der Behandlung asthmakranker Patienten ist in kontrollierten Studien belegt worden.

Von diesen Komplementärmethoden gegen die Allergie raten wir als Autoren jedoch ab

Die Elektroakkupunktur nach Dr. Voll vereint die chinesische Akkupunkturtheorie mit den galvanischen Potenzialunterschieden der Haut.

Sie kann nicht mit der klassischen chinesischen Akkupunktur gleichgesetzt werden.

Diese Methode ist nach dem derzeitigen Wissenstand als Komplementärmethode nicht zu empfehlen, wie auch die Kinesiologie, Auspendeln und Bioresonanztechniken.

Sowohl für die Bioresonanzverfahren als auch der Elektroakkupunktur werden physikalische Grundlagen zu Hilfe genommen, die von namhaften Physikern als unhaltbar bezeichnet werden.

Die klinische Überprüfung in verblindeten, kontrollierten Studien zeigte für beide Verfahren in der Diagnostik keine Korrelation mit den Ergebnissen der anerkannten, wissenschaftlich geprüften Methoden und therapeutisch konnte keine Wirksamkeit nachgewiesen werden.

Zwischenfazit zu eher zweifelhaften Behandlungsmethoden

Interessant ist, dass die Befürworter der Alternativmedizin sich oft bemühen ihre Methoden mit physikalischen oder immunologischen Befunden zu untermauern, als ob sie sich selbst nicht so sicher wären und meinen sich rechtfertigen zu müssen und sich ein wissenschaftliches Mäntelchen umhängen müssen, um den Techniken zu mehr Akzeptanz zu verhelfen.

Man hat öfter das Gefühl, dass sie die Alternativmedizin dichter an die Schulmedizin bringen wollen.

Aber warum?

Die Alternativmedizin wird als eine Medizin definiert, deren Grundlage aus Dogmen oder unkonventionellen Theorien bestehen.

Sie kann sich nicht infrage stellen, denn der Versuch ihre Wirksamkeit zumindest wissenschaftlich zu beweisen, bedeutet de facto, sie in die akademische Medizin zu integrieren.

 

Diese Art alternativ zu praktizieren ist oftmals ein Akt des Glaubens zumeist ohne greifbare Beweise.

 

Aber wenn es dem Patienten hilft, warum eigentlich nicht?.

Was sagte Mao Tsetung "Der Glaube kann Berge versetzen" und vielleicht ja auch bei einigen Patienten die Allergie lindern. Wir würden uns für sie freuen.

Fazit

Die aufgeführten Behandlungsmethoden sind als Möglichkeiten zu verstehen, aber vieles davon ist durch ordentlich lege arte durchgeführte Studien nicht belegt, wie es z.B. für die Medikamente der spezifischen Immuntherapie gefordert wird.

Man kann aber durchaus auch an eine Kombination der Schulmedizin mit naturheilkundlicher Methoden denken.

Man könnte es wie Ying und Yang sehen, was zwar Gegensätze darstellt, aber sich wechselseitig nicht ausschließt, sondern ergänzt.

Je mehr wir uns als Autoren mit dieser Thematik auseinandersetzen, umso spannender und interessanter wird die Materie für uns.