Die richtige Ernährung bei Neurodermitis

Neurodermitis und die Ernährung
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Es gibt einige Gegenmaßnahmen, um den Patienten das tägliche Leben mit der Krankheit zu erleichtern. Vor allem die richtige Ernährung bei Neurodermitis kann helfen, die Schübe zu mildern. Zu diesem Zweck sollte der Betroffene zunächst herausfinden, welche Inhaltsstoffe er schlecht verträgt. Da Neurodermitis nicht selten mit einer Lebensmittelallergie einhergeht, ist es sinnvoll, mithilfe von Tests wie dem Prick-Test zu ermitteln, gegen welche Inhaltsstoffe und Lebensmittel Allergien vorliegen.

 

Die betreffenden Nahrungsmittel sollten dann konsequent gemieden werden. Des Weiteren gibt es einige Stoffe, die nachweislich die Beschwerden bei Neurodermitis lindern. Hierzu zählt etwa Linolensäure, wie sie unter anderem in Borretschöl enthalten ist. Auch pflanzliche Fette mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren wie Sonnenblumenöl oder Olivenöl sind bei Neurodermitis hilfreich. Bei Unsicherheiten kann der Hautarzt wertvolle Ernährungstipps geben. Bei der Ernährung bei Neurodermitis ist in jedem Falle darauf zu achten, ausgewogene Kost zu sich zu nehmen. Werden bestimmte Nahrungsmittel gar nicht vertragen, können Nahrungsergänzungsmittel helfen, die wichtigen Stoffe dennoch zu sich zu nehmen. Eine weitere Option sind Probiotika, die für eine größere Bakterienvielfalt in der Darmschleimhaut sorgen und damit den Magen-Darm-Trakt entlasten.

 

Die Gabe solcher Mittel kann zu einer höheren Verträglichkeit anderer Stoffe führen. Es ist daher für Patienten empfehlenswert, regelmäßig die sogenannte Darmsanierung durchzuführen. Beim Konsum von Obst und Gemüse kann es außerdem hilfreich sein, dieses anzudünsten, um für eine höhere Verträglichkeit zu sorgen. Darüber hinaus sollten Patienten, die an Neurodermitis erkrankt sind, unbedingt darauf achten, täglich viel Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Da die Haut der Patienten entzündet und trocken ist, verliert sie mehr Flüssigkeit als die Haut eines gesunden Menschen. Die regelmäßige Zufuhr von Wasser ist daher für den Körper besonders wichtig. Stilles Wasser kann sich auch günstig auf den Heilungsprozess auswirken, da bei ausreichender Zufuhr der Spiegel des Entzündungshormons Histamin gesenkt wird. Erwachsene Betroffene sollten zwei bis drei Liter am Tag trinken.

 

Die richtige Ernährung bei Neurodermitis kann nicht nur die Heilung beeinflussen, sondern auch helfen, Schübe zu verhindern. Im Allgemeinen sollten Betroffene großen Wert auf die Qualität der Produkte legen. Es ist empfehlenswert, vor allem Nahrungsmittel zu konsumieren, die biologisch angebaut wurden und daher kaum Schadstoffe enthalten. Fertigprodukte und Fast Food hingegen sollten eher gemieden werden. Allgemein wirkt es sich günstig auf den Körper aus, wenn Patienten sich basisch ernähren, da eine Übersäuerung zusätzliche Probleme auslösen kann.

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