Neurodermitis Creme – wenn die Haut nicht zur Ruhe kommt!

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Eine gute Neurodermitis Creme ist bei einem akuten Schub fast unerlässlich. Der folgende Artikel informiert kurz über die Krankheit an sich, widmet sich aber schwerpunktmäßig der Behandlung beziehungsweise der Symptomlinderung bei Neurodermitis. Was ist Neurodermitis? Neurodermitis ist eine chronische – also nicht heilbare – Erkrankung, bei der die Haut typischerweise in Schüben entzündlich auf verschiedene Reize reagiert. Solche Reize können physikalischer, chemischer, biologischer, aber auch psychischer Art sein. Die auslösenden Stoffe müssen nicht gesundheitsgefährdend sein, sondern sind im Gegenteil oft unbedenklich.

 

Allerdings werden sie vom Körper als schädlich angesehen und mithilfe des Immunsystems zu bekämpfen versucht. Neurodermitis gehört damit zum Themenkreis der atopischen Krankheiten. Es scheint eine genetische Veranlagung zu geben, da die Krankheit oft vererbt wird. Letztendlich sind die genauen Ursachen nach wie vor noch nicht eindeutig geklärt. Hauptsymptome sind starker Juckreiz, trockene Haut und Ausschlag, oft auch schuppig und nässend. Die natürliche Schutzfunktion der Haut ist bei an Neurodermitis erkrankten Patienten eingeschränkt. Die Krankheit beginnt zumeist bereits im Säuglingsalter. Dabei lösen sich Phasen mit hohem Leidensdruck mit solchen mit fast vollständiger Beschwerdefreiheit ab.

 

Die Grundlage: Hautpflege bei Neurodermitis

 

Da die Ursache der Erkrankung häufig nicht erkannt werden kann, gibt es bislang auch keine Heilung. Neurodermitis ist somit eine chronische Krankheit und kann nur symptomatisch behandelt werden. Das bedeutet, dass der Fokus darauf liegen muss, die Krankheitszeichen, wie beispielsweise das Jucken und den Ausschlag, weitgehend zu beseitigen. Bei einer Hauterkrankung wie Neurodermitis ist die Hautpflege essentiell. Grundsätzlich sollte die Haut auch in beschwerdefreien Intervallen täglich gut gepflegt werden. Und auch zu diesen Zeiten ist die Konsultation eines Hautarztes oder Apothekers unabdingbar. Da der Hautzustand eines Neurodermitikers sich auch zwischen den Schüben häufig ändert, kann es notwendig werden, Pflegemittel immer wieder anzupassen. Besonders zu beachten ist, dass für die Grundpflege keine Cremes mit Konservierungsmitteln, Duft- oder Farbstoffen verwendet werden. Am besten sind pH-neutrale Produkte. Die Basispflege soll die Haut gegen äußere Reize abschotten und das Eindringen von Allergenen (krankheitsauslösende Stoffe) erschweren.

 

Diese Behandlung hat zum Ziel, Entzündungen und Hauttrockenheit zu vermindern, die Hautbarriere zu erneuern und den Juckreiz zu stillen. Die Haut wird also im Idealfall weniger empfindlich. Dieses Ziel versucht man unter anderem durch den Einsatz von rückfettenden Emulsionen oder Ölbädern zu erreichen. Zunächst sollte die Haut jedoch gereinigt werden. Sollte die Desinfizierung der Haut nötig sein, muss darauf geachtet werden, dass die Präparate nicht zu stark austrocknen, beziehungsweise dass rückgefettet wird.

 

Auch die Reinigung mit reinem Wasser sollte vermieden werden, da die normalerweise durch Fette gehaltene Hautfeuchtigkeit verdunstet und so die Haut letztendlich zu stark austrocknet. Wie bereits beschrieben, erzielen Ölbäder für eine Rückfettung eine gute Wirkung. Grundsätzlich sind solche Bäder allerdings nicht als Mittel zur täglichen Körperreinigung, sondern als gelegentliche Pflegemaßnahme anzusehen. Dies bedeutet, dass zunächst eine gründliche Reinigung zum Zweck der Entfernung von Allergenen erfolgen muss. Außerdem heißt das, dass das Baden nicht zu lang ausgedehnt werden sollte. Das Wasser sollte eher lauwarm als heiß sein.

 

Idealerweise lässt der Patient dem Körper nach dem Bad etwas Zeit, damit das Öl einziehen kann, und trocknet sich nicht gleich und auch nicht sehr gründlich ab. Generell ist beim Abtrocknen Vorsicht geboten. Die groben Stoffe können die Haut erneut reizen. Für Kinder und Säuglinge ist die Anschaffung eines speziellen Schutzanzugs eine Überlegung wert. Auch hier wird der Körper vor mechanischem Reiz geschützt, sodass die Haut zur Ruhe kommen kann. Nach dem Duschen oder Baden wird der Körper eingecremt oder, sollte die Haut bereits entzündet sein, eingesalbt.

 

Neurodermitis Creme, Salbe, Lotion – wo liegt der Unterschied?

 

Emulsionen sind Verbindungen zweier normalerweise nicht mischbarer Substanzen. In der Medizin beziehungsweise der Pharmazie sind diese Stoffe meistens Wasser und Öl. Öl-in-Wasser-Emulsionen haben einen geringeren Anteil an Fett als an Wasser. Diese Mischungen sind in der Regel Lotionen. Wasser-in-Öl-Emulsionen dagegen haben im Gegensatz zum Wasser einen höheren Fettanteil und werden als Cremes bezeichnet. Die Emulsionen eignen sich besonders zur Pflege nicht entzündeter trockener Haut. Für die Herstellung von Salben wird kein Wasser verwendet. Auf eine fettreiche Basis können Arzneimittel aufgebracht werden, die jedoch nur bei medizinischer Indikation angewendet werden dürfen.

 

 

 

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HAUTPFLEGE IN DER AKUTEN PHASE – DIE RICHTIGE CREME FÜR NEURODERMITIS

 

Auch in der akuten Phase steht die Reinigung an erster Stelle. Anschließend kann statt eines Ölbades für die entzündete, nässende Haut ein Badezusatz mit Gerbmitteln, sogenannten Tanninen, eingesetzt werden. Diese antibakteriell wirkenden Mittel eignen sich besonders für Hand- und Fußbäder. Zudem beruhigen sie die Haut und machen sie widerstandsfähiger gegenüber Aggressoren. Ebenfalls für die Behandlung entzündeter, mit Keimen besiedelter Haut geeignet ist Kaliumpermanganat. Die Chemikalie kann zur Desinfizierung genutzt werden. Bei stark eitrigen Pusteln und Knötchen kann auch mit Mitteln auf Jodbasis desinfiziert werden.

 

Nach der Desinfektion wird eingecremt oder eingesalbt; je nach nötiger Behandlung. Bei entzündeter, aber intakter Haut bietet sich zunächst eine Kühlung der Rötung und des Ausschlags mit einer Creme für Neurodermitis oder einer Lotion an. Ist die Haut bereits rissig, braucht unsere Körperhülle vor allem Fett. Jetzt kommen Wasser-in-Öl-Emulsionen zum Einsatz oder auch spezielle Salben. Diese können Urea (Harnstoff) enthalten, welcher keimabtötend wirkt. Zudem mindert der tatsächlich aus Urin gewonnene Heilstoff das Jucken. Sollte auch dieses Krankheitsstadium schon überschritten und die Hautoberfläche großflächig mit eitrigen Bläschen etc. bedeckt sein, ist die Behandlung mit Immunsuppressiva angezeigt.

 

Die entzündungshemmenden Wirkstoffe unterdrücken die Immunabwehr und verhindern damit eine Reaktion des Körpers auf vermutete, aber auch tatsächliche Allergene. In der Regel werden Salben mit Glucocorticoiden (körpereigene Hormone der Nebennierenrinde, die unter anderem den Stoffwechsel beeinflussen) verwendet, die allerdings nicht frei von unter Umständen beträchtlichen Nebenwirkungen sein können. Möglich sind die übermäßige Verdünnung der Haut, Pigmentierungsstörungen und starke Behaarung. Salben auf Basis von Glucocorticoiden sollten daher nur kurzzeitig und unter strenger Beobachtung des Arztes angewendet werden.

 

Um die Behandlung so gut wie möglich auf die Bedürfnisse des Patienten anzupassen, werden die Arzneistoffe für die Neurodermitis Creme in der Apotheke jeweils individuell zusammengestellt. Eventuell muss auch eine Kur mit einem Antibiotikum erfolgen. Alternativ könnte man auch die Anwendung von silberhaltigen Pflegemitteln versuchen. Die Silberpartikel bekämpfen Bakterien der Hautoberfläche und werden schon seit langer Zeit in der Medizin zur Wundheilung eingesetzt.

 

DAS SOLLTEN ERKRANKTE UNBEDINGT VERMEIDEN!

 

Ein Patient mit Neurodermitis sollte neben vermuteten Allergenen weiterhin langes, heißes Baden vermeiden. Pflegende Ölbäder können zwar beruhigen und rückfetten, wirken aber bei zu häufiger Anwendung ebenfalls hautreizend. Beim Kontakt mit Wasser empfiehlt es sich, Schutzhandschuhe überzuziehen. Dabei muss allerdings darauf geachtet werden, dass die Handschuhe aus Material gefertigt sind, welches für Allergiker geeignet ist. Die Hände sollten immer wieder mit der passenden Creme, Lotion oder Salbe eingefettet werden. Die Präparate dürfen auf keinen Fall Duft-, Farb- oder Konservierungsstoffe enthalten und sollten stets pH-neutral sein. Zusätzlich sind die regelmäßige Betreuung durch den Arzt und die strikte Einhaltung des Behandlungsplans wichtig.

 

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