Neurodermitis bei Kleinkindern

Eltern und Kinder leiden in hohem Maße

Kinder mit einer starken Neurodermitis haben einen hohen Leidensdruck, gerade am Abend und in der Nacht werden die Juckreize besonders schlimm.

 

Besonders Kleinkinder müssen sich oft so stark kratzen, dass der Schmerz erträglicher ist als der Juckreiz. Doch Kinder, die sich blutig kratzen, werden einen wenig erholsamen Schlaf haben. Das bekommen auch ihre Eltern zu spüren.

 

Der Leidensdruck ist gewaltig, erschwerend kommt hinzu, dass die moderne Medizin kein adäquates Heilmittel bietet.

 

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Kleinkind-Neurodermitis
© Kaspars Grinvalds - shutterstock.com

Neurodermitis ist bei Kleinkindern häufig stärker ausgeprägt als bei Jugendlichen oder gar Erwachsenen und erfordert daher einen fachgerechten Umgang, damit dem Kind die Beschwerden erleichtert werden. Unter Neurodermitis versteht man eine entzündliche Hauterkrankung, wobei die zentralen Symptome dieser Krankheit aus Rötung der Haut, Juckreiz und Schuppenbildung bestehen. Häufig haben Betroffene außerdem eine sehr trockene Haut, die einer regelmäßigen Pflege durch Creme bedarf. Neurodermitis bei Kleinkindern ist deshalb so ausgeprägt, weil die meisten Betroffenen bereits als Babys Symptome der Neurodermitis zeigen.

 

Im weiteren Verlauf des Lebens, vor allem ab der Pubertät, sind die Symptome weniger ausgeprägt oder verschwinden sogar völlig. Viele Erkrankte sind nach der Pubertät beschwerdefrei. Wenn Kleinkinder Neurodermitis haben, ist diese zumeist von einem wellenförmigen Verlauf gekennzeichnet. Phasen mit starken Beschwerden wechseln sich dabei mit Phasen ohne Beschwerden oder mit nur geringen Symptomen ab. Wodurch die Neurodermitis ausgelöst wird, ist bis heute unklar. Bekannt ist lediglich, dass die Haut ihrer Schutzfunktion schlechter nachkommt als bei nicht erkrankten Säuglingen.

 

Kleinkinder mit Neurodermitis reagieren daher empfindlicher auf Umweltreize, wobei diese Reize chemischer, mikrobieller oder physikalischer Natur sein können. Die Reize führen zu einer Überreaktion und einer chronischen Entzündung der Haut. Neben Umwelteinflüssen können Schübe auch durch psychische Ursachen ausgelöst werden. Besonders, wenn Neurodermitis bei Kleinkindern auftritt, ist es wichtig, den Geschwisterkindern zu vermitteln, dass die Krankheit nicht ansteckend ist. Eine Vermeidungshaltung seitens der Geschwister oder anderer Menschen kann das Selbstwertgefühl des Kindes senken und sich langfristig auf die Psyche auswirken. Im Allgemeinen wird bei der Neurodermitis zwischen der intrinsischen und der extrinsischen Variante unterschieden.

 

Die intrinsische Variante ist deutlich harmloser, da hier nicht übermäßig viele IgE-Antikörper auftreten. Babys und Kleinkinder leiden bei dieser Variante meist nicht unter anderen Allergien. Bei der extrinsischen Variante, bei der auffällig viele IgE-Antikörper im Blut nachweisbar sind, leiden die Kinder dagegen häufig unter weiteren Allergien wie etwa Heuschnupfen und Asthma. Vor allem die oberen Atemwege sind oft betroffen. Beide Formen der Neurodermitis treten bei Kleinkindern deutlich gehäuft auf, wenn auch die Eltern betroffen waren. Leiden bei Eltern unter Neurodermitis, so liegt das Erkrankungsrisiko eines Kindes bei etwa 67 Prozent. In der Fachsprache wird die Neurodermitis unter anderem als atopisches Ekzem bezeichnet. Bislang gibt es keine Möglichkeit, die Krankheit ursächlich zu heilen. Es gibt jedoch eine Vielzahl an Maßnahmen, mit denen gerade bei Kleinkindern die Beschwerden gelindert werden können.

 
Neurodermitis bei Kleinkindern: Klassische Industriekrankheit

 

Die Neurodermitis ist eine klassische Industriekrankheit, die vor allem in den westlichen Ländern auftritt. In Entwicklungsländern dagegen ist die Krankheit nahezu unbekannt. Vor allem in den letzten fünfzig Jahren haben sowohl in Deutschland als auch in anderen Industrienationen die Fälle stetig zugenommen. Es wird daher vermutet, dass Umweltfaktoren bei der Entstehung der Krankheit eine große Rolle spielen. Kleinkinder mit Neurodermitis sind die mit Abstand größte Gruppe der Betroffenen. In Deutschland erkranken etwa zehn bis 15 Prozent der Kinder unter sechs Jahren an der entzündlichen Hautkrankheit. Unter den Betroffenen erkranken etwa 60 Prozent schon als Neugeborene oder im Verlauf des ersten Lebensjahres.

 

Weltweit sind Schätzungen zufolge 15 bis 30 Prozent aller Kinder in Industrienationen von Neurodermitis betroffen. Sowohl in Deutschland als auch weltweit sinken die Zahlen der Betroffenen nach der Pubertät stark. In Deutschland leiden nur etwa 1,5 bis drei Prozent aller Erwachsenen weiter unter der Hautkrankheit; weltweit liegen die Zahlen zwischen zwei und zehn Prozent. Wissenschaftler erwarten, dass die Zahl der Betroffenen im Allgemeinen weiter ansteigen wird, da noch keine ursächliche Behandlung oder Erklärung gefunden wurde. Eltern, deren Kleinkinder Neurodermitis haben, können jedoch mit einigen Maßnahmen die Beschwerden ihres Kindes erleichtern.

 

 

baby im ehebett
© Blend Images - shutterstock.com

Kleinkinder mit Neurodermitis - Geeignete Maßnahmen

 

Im Allgemeinen spielt bei Kleinkindern mit Neurodermitis vor allem die Ernährung eine wichtige Rolle. Studien zufolge leidet rund ein Drittel aller Kinder, die an Neurodermitis erkrankt sind, auch unter einer Lebensmittelallergie. Auch bei jenen Kindern, die nicht erkrankt sind, kann sich der Zustand durch ungeeignete Lebensmittel verschlechtern. Die häufigsten Allergene im Bereich der Lebensmittel sind Milcheiweiß und Kuhmilcheiweiß. Besteht beim Kind der Verdacht auf eine Intoleranz, sollte dies schnellstmöglich überprüft werden. Grundsätzlich empfiehlt es sich bei Kleinkindern mit Neurodermitis, zum baldmöglichsten Zeitpunkt einen Allergietest durchzuführen, um Lebensmittelunverträglichkeiten festzustellen. Diese Nahrungsmittel sollten anschließend konsequent gemieden werden.

 

Eine Meidung verbessert nicht nur die Beschwerden und das Hautbild, sondern kann gerade bei Kleinkindern auch dazu führen, dass die Nahrungsmittel nach ein oder zwei Jahren konsequenter Vermeidung wieder vertragen werden. Unabhängig von einer Lebensmittelallergie sollten Kleinkinder mit Neurodermitis Produkte meiden, die viel Säure enthalten. Säure führt häufig zu einer Verschlechterung des Hautbildes und zu einer Verschlimmerung der Beschwerden. Vor allem Saft und stark säurehaltige Früchte wie Zitrusfrüchte sind schlecht für Kleinkinder, die unter Neurodermitis leiden. Zugleich sollten Eltern darauf achten, dass sich ihre Kinder trotz etwaiger Unverträglichkeiten ausgewogen ernähren. Häufig können Produkte, die Allergene enthalten, durch gleichwertige Produkte ersetzt werden; besteht etwa eine Allergie gegen Äpfel, können in der Ernährung Äpfel durch Trauben oder Birnen ersetzt werden.

 

Ein Baby, das unter Neurodermitis leidet, kann durch das Stillen bestimmte schwer verträgliche Stoffe zugeführt bekommen, die den Zustand verschlechtern. Leidet das Baby unter Neurodermitis, sollte die Mutter daher darauf achten, sich möglichst säurearm und allergenarm zu ernähren. Dies sorgt dafür, dass die Muttermilch verträglicher wird, und verbessert die Beschwerden des Kindes. Ein weiterer wichtiger Faktor, der den Zustand von Betroffenen beeinflusst, ist die Kleidung. Viele an Neurodermitis erkrankte Kleinkinder vertragen keine Wolle; Wollkleidung sollte daher gemieden werden. Positiv wirkt vor allem antibakterielle Kleidung.

 

Im Shop von avantal finden Interessierte hochwertige Textilien, die die Haut eines an Neurodermitis erkrankten Kindes verbessern; so zum Beispiel Strampler, Overalls oder Schlafanzüge. Damit die Kleinen sich nicht kratzen, können spezielle Allergiker Kratzhandschuhe eine gute Idee sein. Die Haut sollte des Weiteren regelmäßig mit Creme gepflegt werden. avantal bietet nützliche Cremes an, welche die Haut des Babys oder Kleinkindes reinigen, beruhigen und die Entzündung abklingen lassen können. Bei besonders starken Symptomen kann auch eine Cortisonsalbe verwendet werden. Grundsätzlich ist es wichtig, die Hautpflege auch in solchen Phasen beizubehalten, in denen die Beschwerden weniger stark oder nicht vorhanden sind. Außerdem ist es sehr hilfreich, neue Kleidung mehrfach zu waschen, bevor sie zum ersten Mal getragen wird. Zu diesem Zweck sollten milde Waschmittel verwendet werden. Die Haut des Babys verbessert sich des Weiteren durch Salzwasser.

 

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